Freitag, 20. Juli 2012 05:54

Rauchmelder in jedem Schlafzimmer

Sozialministerin: Baurechtsvorschrift wird Leben retten / Verband der Hausbesitzer ist skeptisch

„Junge erstickt im Schlaf“ – Meldungen wie diese sind mit erschreckender Regelmäßigkeit zu lesen. Mehr als 500 Menschen kommen nach Angaben des Landesfeuerwehrverbandes jährlich in Deutschland durch Brände ums Leben, zwei Drittel davon während der Nacht. „Rauchmelder retten Bewohner“ heißt es dagegen seltener. Denn Aufrufe, die eigene Wohnung freiwillig mit einem Alarmsystem zu versehen, haben bisher wenig gefruchtet. Im kommenden Jahr will Niedersachsen deshalb als achtes Bundesland eine Pflicht zum Einbau von Rauchmeldern vorschreiben. „In Wohnungen müssen Schlafräume, Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben“, heißt es in einem Bauordnungsentwurf von Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU). Mit dem Wirtschaftsministerium sei das Vorhaben schon abgestimmt, sagte ihr Sprecher. Kabinett und Landtag müssten noch zustimmen. Bei Neubauten soll die Vorschrift dann ab Inkrafttreten des Gesetzes sofort durchgesetzt werden, ansonsten ist eine sehr langfristige Übergangsfrist bis 2018 vorgesehen. Beim Verband Haus & Grund Niedersachsen löste die Ankündigung dennoch Protest aus. Außer in Mecklenburg-Vorpommern sind bisher aus Sicherheitsgründen überall die Eigentümer für den Einbau und auch die Wartung der Rauchmelder zuständig. Eine solche Verpflichtung gibt es bereits in Hamburg, Hessen, Schleswig-Holstein, Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. „Es gibt viele Fehlalarme“, kritisierte Hans Reinold Horst, Vorsitzender des niedersächsischen Hausbesitzerverbandes. Tatsächlich sind schrille Alarmtöne, die schon beim Backen von Weihnachtskeksen ausgelöst werden können, bisher ein unangenehmer Nebeneffekt vieler Geräte. Auch der durch Piepen angemahnte Batteriewechsel stört zahlreiche Familien. Möglicherweise auch deshalb haben die seit Jahren von Feuerwehren, Versicherungen und Rundfunk durchgeführten Aktionen mit Titeln wie „Alles schläft – doch keiner wacht“ nicht zum flächendeckenden Einbau von Feuermeldern geführt. Derzeit ist nach Schätzungen aus dem Sozialministerium weniger als die Hälfte der Wohnungen entsprechend ausgestattet. Am Preis dürfte es nicht liegen, denn Alarmanlagen, die auf giftige Rauchgase reagieren, sind bei Discountern schon für rund fünf Euro zu haben. Der Landesfeuerwehrverband empfiehlt allerdings den Kauf im Fachgeschäft mit entsprechender Beratung. Schwelbrände könnten mit einem Rauchmelder rechtzeitig entdeckt werden. „Rauchmelder retten Leben“, meint auch Sozialministerin Ross-Luttmann. Fehlalarme seien in Kauf zu nehmen. Die Aufnahme ins Baurecht führe zu sehr guten Kontrollmöglichkeiten. Denn bei jedem Neubau würden die Rauchmelder in die Bauabnahme mit einbezogen. Auch die anderen Länder haben das Thema in ihren Landesbauordnungen geregelt. Die niedersächsische SPD-Fraktion unterstützte die Rauchmelderpflicht, sie hatte sie selbst schon gefordert. Allerdings dürfe es nur eine kurze Übergangsfrist geben.

Hell erstrahlten die vielen Stände an der St.-Martin-Kirche, der Glühwein dampfte in den Bechern, festliche Klänge erschallten, das Karussell leuchtete ebenso wie die roten Bratäpfel: Hunderte Besucher genossen am Wochenende die besondere Atmosphäre des Seelzer Weihnachtsmarktes. Entspannt schlenderten die Menschen von Stand zu Stand und bestaunten das große Angebot an Kunsthandwerk. Wenn wieder einmal ein Regenschauer niederging, rückten die Gäste halt ein bisschen enger zusammen unter den mit Tannenzweigen geschmückten Dächern der Stände und erwärmten sich bei Glühwein und Kakao. Derweil drehten die Jüngsten mit Begeisterung Runde um Runde im Karussell, naschten Zuckerwatte und gebrannte Mandeln. Besonders begehrt waren die Plätze in der Kirche – nicht allein um sich aufzuwärmen: Viele Zuhörer erfreuten sich an dem abwechslungsreichen Musikprogramm, das in der St.-Martin-Kirche dargeboten wurde. Insbesondere die ältere Generation gönnte sich gern eine Kaffeepause im Gemeindehaus.

Freitag, 20. Juli 2012 05:53

Neuer Weg bei Notfallseelsorge

Pastor Gerald Petzold aus Dedensen unterstützt freiwillige Feuerwehr und Angehörige

Stadtkommandositzung, Jahresabschluss und Weihnachtsfeier der Feuerwehr: Es gab gleich drei gute Gründe für die rund 40 Funktionsträger aus Feuerwehr, Politik und Verwaltung, am Freitagabend in Harenberg zusammenzukommen. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Vorstellung des neuen Fachberaters für Notfallseelsorge. Der Dedenser Pastor Gerald Petzold hat diese verantwortungsvolle Aufgabe übernommen. Während in Wunstorf bereits ein System mit hauptamtlichen Notfallseelsorgern etabliert ist, stehen den Seelzer Feuerwehren bislang bei Bedarf die Ortspastoren zur Seite. Selbstverständlich sei die Kirche vor Ort weiterhin Ansprechpartner, sagte Petzold. Er wolle eher im Hintergrund wirken: „Ich möchte beim Aufbau eines Notfallseelsorgesystems helfen, Erfahrungen aus dem Bereich Wunstorf weitergeben und komme natürlich auf Anfrage gern zu den Feuerwehren“, sagte er. „Wenn das Leben an Grenzen stößt“ – mit diesen Worten begann Petzold seinen Vortrag über die Notfallseelsorge. In den meisten Fällen müssten Angehörige begleitet werden, sagte er. Das Überbringen einer Todesnachricht gehöre dazu. Aber auch bei großen Unfällen und Katastrophen würden selbstverständlich Seelsorger hinzugezogen. Mit Blick auf die große Zahl an Unfällen auf der nahen Autobahn 2 betonte Petzold, ein Seelsorger müsse nicht nur Angehörige und Opfer betreuen, sondern sich auch um die Einsatzkräfte kümmern. Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek überreichte Petzold die offizielle Ernennungsurkunde der Stadt Seelze. Petzold sei aufgrund seiner Fachkompetenz eine Bereicherung für die Feuerwehr, sagte Rosummek.

Freitag, 20. Juli 2012 05:52

Ankündigung Weihnachtsmarkt

Am 2. Adventswochenende ist es wieder soweit! Dann nämlich öffnet der von der Gemein­schaft für Handel und Gewerbe, HGS, organisierte und mittlerweile schon Tradition gewor­dene Seelzer Weihnachtsmarkt wieder seine Tore für Sie.
Vergessen Sie für einige Stunden den Alltag und lassen Sie Ihre Sinne verzaubern von der ge­mütlichen weihnachtlichen Atmosphäre rund um die Seelzer Martinskirche. Genießen Sie den vielfältigsten Gaumenschmaus vom Schmalzgebackenen und Glühwein – mit oder ohne Schuss – am Stand des HGS-Vorstandes über deftige ländliche Eichsfelder Wurst bis hin zum im eigenen Labor gebrauten Eierlikör vom Apotheker! Oder bewundern Sie die vielen Kunsthandwerkaussteller in den gemütli­chen kleinen Holzhütten. Dort wird sich sicherlich auch für Ihre Weihnachtsdekoration zuhause noch der eine oder andere Kunstgegenstand finden. Daneben warten auf unsere kleinen Besucher ein Karussell und viele Überraschungen vom Nikolaus. Die leckeren Bratwürstchen am Feuerwehr-Stand dürften sicherlich den Zuspruch von Groß und Klein finden! Dass der gesamte Weihnachtsmarkt für Sie ein einziges Vergnügen wird, wird natürlich durch viele tatkräftige Helfer, in erster Linie aber durch die intensive Organisation von Frau Rosemarie Meyer und Herrn Klaus Wesemann ermöglicht.
Kurzum, seien Sie dabei und genießen Sie!
Seelzer Weihnachtsmarkt der HGS rund um die Martinskirche
Am 05. und 06. Dezember 2009, jeweils von 15 bis 19 Uhr
P.S. Man munkelt, dass der Weihnachtsmarkt am Samstag sogar durch unseren sa­genumwobenen Reitergeneral Michael von Obentraut besucht wird!

Freitag, 20. Juli 2012 05:51

Ausbildung soll besser werden

Führungskräfte der Feuerwehren der Region Hannover tagen in der Rudolf-Harbig-Halle

„Wir können die Einsatzkräfte von heute nicht mit den Mitteln von gestern auf die Herausforderungen von morgen vorbereiten“, hat Jörg Schallhorn am Sonnabend bei der Dienstbesprechung der Regionsfeuerwehr gesagt. Die etwa 330 Funktionsträger in der Berenbosteler Rudolf-Harbig-Halle haben den Worten des Landesbranddirektors nur zu gern zugestimmt. „Es ist wichtig, gut ausgebildete und gut funktionierende Feuerwehren in allen Kommunen zu haben“, sagte die stellvertretende Regionspräsidentin Doris Klawunde bei ihrer kurzen Begrüßung. Um das auch in Zukunft zu gewährleisten, plant das niedersächsische Innenministerium die Einrichtung einer Akademie für Brand- und Katastrophenschutz. Das Trainingszentrum soll auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände in Celle, der Kaserne Scheuen, entstehen. Brandhäuser und Bahnanlagen sollen eine möglichst realistische Ausbildung ermöglichen. „Eine Grundfinanzierung wäre mit der Feuerschutzsteuer möglich“, sagte Schallhorn. Die „Sicherstellung des Brandschutzes unter besonderer Berücksichtigung des demografischen Wandels in Niedersachsen“ ist ein weiteres Projekt des Innenministeriums und des Landesfeuerwehrverbandes, über das der Landesbranddirektor die Führungskräfte informierte. Arbeitsschwerpunkte seien außer der Förderung des Ehrenamtes auch die Nachwuchsgewinnung und die Integration. In den derzeit 211 freiwilligen Feuerwehren der Region stellen rund 10?000 Aktive den Brandschutz sicher. „Durch das schnelle und umsichtige Eingreifen unserer Feuerwehren wurde auch in den vergangenen Monaten erheblicher Schaden an Leib und Leben unserer Mitbürger verhindert“, sagte der Regionsbrandmeister Bernd Keitel. „Darauf können wir stolz sein.“ Außer dem Regionsausbildungsleiter Detlev Köllenberg und dem Regionssicherheitsbeauftragten Udo Reiche gab auch der Regionsnotfallseelsorger Friedrich Kanjahn einen Einblick in seine Arbeit. „Die Verbesserung der Ausbildung von Notfallseelsorgern und die Erarbeitung eines Konzeptes für die Nachbesprechung mit Feuerwehrleuten nach psychisch belastenden Einsätzen, sind unsere Herausforderungen für das Jahr 2010“, sagte der Pastor aus Dollbergen.

Freitag, 20. Juli 2012 05:50

Feuerwehr übt mit 7000 Volt

Fortbildung auf dem Rangierbahnhof

Hochspannung auf dem Seelzer Rangierbahnhof: 15.000 Volt strömen durch die Hochspannungsleitungen des Bahngeländes. Konzentriert hält Feuerwehrmann Christian Hinrichsen eine sogenannte Erdungsstange an die Stromleitung - im Ernstfall könnte ein Fehler für ihn tödlich sein. 15 Männer der Freiwilligen Feuerwehr Seelze haben in einer Fortbildung am Sonnabendvormittag das Vorgehen bei der Erdung von Hochspannungsleitungen geübt: „Ich musste zum Glück noch nie bei einem Einsatz diese Aufgabe übernehmen - da habe ich schon Respekt vor“, sagte Hinrichsen. Sobald die Feuerwehr bei einem Einsatz am Rangierbahnhof unter einer Spannungsleitung arbeitet, darf kein Strom durch die Drahtseile über ihnen fließen. „Wenn wir beispielsweise löschen, kann der Wasserstrahl den Strom leiten und die Einsatzkräfte gefährden“, wies Ortsbrandmeister Alfred Blume auf eine mögliche Gefahr hin. Ein Einsatz läuft nach einem strikt geregelten Plan ab: Die Notfallleitstelle der Bahn schaltet zunächst die Oberleitungen ab. Erst dann kann die Feuerwehr tätig werden. Die Einsatzkräfte erzeugen einen Kurzschluss und leiten die Restspannung von bis zu 7000 Volt mit einer Erdungsstange über die Schienen ab. Feuerwehrmann Rolf Knust ist schon geübt in dieser Aufgabe, warnt aber vor Unachtsamkeiten: „Ich habe das zwar schon öfter gemacht, aber Routine darf bei dem Vorgehen nie aufkommen - das wäre gefährlich“, sagte der Seelzer Feuerwehrmann. Blume pflichtete Knust bei: „Man muss bei jedem Einsatz aufs Neue nachdenken und Ruhe bewahren“, sagte er.

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Bild von Sarah Krüger

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Bild von Sarah Krüger

Freitag, 20. Juli 2012 05:49

Menschen kommen zu Gedenkfeiern zusammen

Zwei Wochen vor dem ersten Advent gedenkt Deutschland der Millionen Toten aus den beiden Weltkriegen. Auch in allen Seelzer Stadtteilen zogen gestern Vereine, Bürger und Politiker zu den Denkmälern und legten Kränze nieder – wie etwa in Lohnde, wo die Interessengemeinschaft Lohnder Vereine und die Ortsfeuerwehr einen Kranz gestiftet hatten. Lohndes Ortsbürgermeister Wilfried Nickel hielt nach dem Gottesdienst die Ansprache. „Die Historie soll auch ein Zeichen für die Zukunft sein“, sagte er und betonte die Bedeutung von Völkerverständigung und Weltfrieden. Der Musikverein Lohnde spielte während der Zeremonie. In anderen Stadtteilen sorgten die Feuerwehrmusikzüge oder Gesangsvereine für die musikalische Untermalung. Auch die Mitglieder des Eisenbahn-Fahrvereins gedachten wie jedes Jahr der Opfer und versammelten sich vor dem Ehrenmal auf dem Seelzer Rangierbahnhof.

Freitag, 20. Juli 2012 05:49

Ortsfeuerwehr prüft Hydranten

Die Ortsfeuerwehr Seelze überprüft am Samstag, den 7. November die Hydranten und macht sie winterfest. In dieser Zeit kann es zu Eintrübungen des Leitungswassers kommen. In diesem Falle sollte das Wasser nicht zu Koch- & Trinkzwecken verwendet werden. Es ist anzuraten die Leitung so lange zu spülen, bis sich die Einfärbung aufgelöst hat. Bitte denken Sie als Verkehrsteilnehmer beim Abstellen Ihres Fahrzeuges immer daran, dass Sie Hydranten (Über- & Unterflur) nicht zuparken.

Freitag, 20. Juli 2012 05:47

Einsätze sollen teurer werden

Stadt will mehr Geld für Feuerwehren – Längst nicht jeder Verursacher erhält Rechnung

Die Stadtverwaltung will Verursacher von Feuerwehreinsätzen künftig stärker zur Kasse bitten. Eine Preisanhebung bei den Personal-, Fahrzeug- und Gerätekosten sei dringend erforderlich, um die entstehenden Ausgaben zumindest teilweise gegenfinanzieren zu können, heißt es in der entsprechenden Vorlage für den Rat der Stadt. Die Verwaltung begründet ihren Plan unter anderem mit gestiegenen Preisen für Fahrzeugunterhaltung und Treibstoff. Längst nicht jeder, der die Feuerwehr um Hilfe bittet, muss dafür auch bezahlen. Kostenfrei sind laut Niedersächsischem Brandschutzgesetz grundsätzlich Einsätze bei Bränden, bei Notständen durch Naturereignisse sowie bei Hilfeleistungen zur Rettung von Menschen aus akuter Lebensgefahr. Wer dagegen mit einer brennenden Zigarette einschläft oder eine Brandmeldeanlage, die ständig Fehlalarme verursacht, nicht regelmäßig warten lässt, muss damit rechnen, dass die Stadtverwaltung ihm eine Rechnung schreibt. „Grundsätzlich passiert das bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit“, sagt Stadtsprecherin Martina Krapp. Etwa bei jedem dritten Einsatz verlangt die Stadt Kostenersatz – kostendeckend ist der Brandschutz für die Kommune als zuständige Behörde damit aber nicht. Laut Krapp schlagen die für 2009 angesetzten laufenden Kosten der Feuerwehren mit 470?000 Euro zu Buche. Hinzu kommen 150?000 Euro für Investitionen in Fahrzeuge, Gebäude und Geräte. Dagegen nehmen sich die geplanten Einnahmen mit 108?000 Euro bescheiden aus. Durch die geplante Anhebung der Gebührensätze will die Stadtverwaltung im nächsten Jahr rund 7000 Euro mehr einnehmen. In einer Tarifliste sind die einzelnen Positionen minutiös aufgelistet. So sollen Feuerwehrleute künftig mit jeweils 18 Euro pro halbe Stunde berechnet werden, bislang sind 15 Euro fällig. Die Kosten für kleinere Löschfahrzeuge sollen von 28 auf 40 Euro steigen, für die Drehleiter von 120 auf 140 Euro. Wespennester entfernen die Feuerwehren demnach künftig für 100 statt 90 Euro. Ist dabei der Einsatz der Drehleiter nötig, kostet dieser aber schon 220 Euro (bislang 200). Der Ordnungsausschuss diskutiert morgen ab 17.30 Uhr in einer öffentlichen Sitzung im Rathaus, Raum E 21, über die geplanten Änderungen.

Seelzer Bahngelände dient als Anschauungsobjekt für Einsätze

Nach der Theorie folgt die Praxis: 20 Mitglieder von Feuerwehren aus der Region Hannover haben sich am Sonnabendnachmittag über mögliche Gefahrensituationen auf dem Seelzer Rangierbahnhof informiert. Vor 14 Tagen hatten sich die Teilnehmer im Theorieteil eines Seminars mit dem Thema Schienenverkehr und der Frage, wie die Einsatzkräfte im Gefahrenfall tätig werden können, befasst. „Doch die Kollegen wollten sich intensiver mit der Thematik beschäftigen und einmal hinter die Kulissen gucken“, begründete Seelzes Ortsbrandmeister Alfred Blume den Ausflug auf das Bahngelände. Die Feuerwehrleute besichtigten mehrere Stationen auf dem Bahnhof. Feuerwehrmann Michael Grüneberg aus Empelde führte eine Gruppe durch die Werkstatt, zeigte das Innenleben einer Lok und den Aufbau einer Fahrerkabine. Dabei wies er seine Kollegen unter anderem auf mögliche Gefahrenquellen bei einem Einsatz hin. Grüneberg ist ein Mann vom Fach – beruflich ist er auf dem Rangierbahnhof tätig. „Es ist ein großer Vorteil, wenn Leute die Materie erklären, die täglich damit zu tun haben“, sagte Blume, der sich über die Unterstützung freute. Besonderes Interesse weckte der Löschmittelwagen auf Schienen der Seelzer Feuerwehr: 20?000 Liter Löschwasser und 2000 Liter Schaummittel beinhaltet das Großlöschfahrzeug. „Ich bin das erste Mal auf so einem Wagen. Das ist sehr interessant“, sagte Sven Möllmann aus Wunstorf, während er einen Ganzkörperanzug zum Schutz vor auslaufenden Chemikalien auspackte.

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