Freitag, 06. Juni 2014 17:35

Bedingt einsatzbereit

Den Freiwilligen Feuerwehren fehlt es an Personal und Ausbildung – der Landesrechnungshof schlägt Alarm

In den ländlichen Regionen Niedersachsens sollte es zwischen 8 und 16 Uhr besser nicht brennen. Dann könnte es passieren, dass der Brand zu spät gelöscht wird, denn die Freiwilligen Feuerwehren im Land sind nur bedingt einsatzbereit. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls der Landesrechnungshof in seinem Kommunalbericht 2014, der der HAZ vorliegt.
In ihrem Bericht haben die Rechnungsprüfer die Einsatzpläne von 187 Ortsfeuerwehren in zwölf Gemeinden im gesamten Land unter die Lupe genommen. „Die zwölf geprüften Gemeinden konnten nicht nachvollziehbar darlegen, wie sie die Leistungsfähigkeit ihrer Feuerwehren sicherstellen“, erklärt der Landesrechnungshof. Um welche Kommunen es sich handelt, wollte ein Sprecher nicht sagen.
Einsatzzeit: Probleme sehen die Prüfer vor allem in der sogenannten Tagesverfügbarkeit. Nur 21 von 187 Ortswehren sind dem Bericht zufolge in der Lage, zwischen 8 und 16 Uhr in vier Minuten in Gruppenstärke und mit Atemschutzgeräten ausgestattet auszurücken, um in weiteren vier Minuten am Einsatzort einzutreffen. Diese acht Minuten gelten als entscheidend, wenn es um die Rettung von Menschenleben geht.
Training: Auch um die Fortbildung der Feuerwehrleute ist es laut Rechnungshof nicht sonderlich gut gestellt. Bei 3261 Einsatzkräften haben sich die Prüfer die Übungs- und Einsatzdienste angeschaut. Das Ergebnis: Rund 8 Prozent der Ehrenamtlichen nahmen gar nicht an den Diensten teil, rund 44 Prozent an weniger als die Hälfte. Die Teilnahme am Ausbildungs- und Übungsdienst ist jedoch Pflicht. Freiwillige, die das versäumen, sind nach Einschätzung des Rechnungshofes „für die Einsatzabteilung nicht diensttauglich“.
Der Bericht hat unter den Ortswehren für Aufregung gesorgt. „Die Freiwilligen Feuerwehren sind einsatzbereit und leistungsfähig“, sagte gestern der Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes, Michael Sander. „Niemand muss sich Sorgen um seine Sicherheit machen.“ So sieht es auch das zuständige Innenministerium.
Gleichzeitig räumt Sander Probleme ein: „Die Tagesalarmfähigkeit auf den Dörfern ist nicht mehr so gegeben wie noch vor zehn Jahren.“ Das liege unter anderem daran, dass die Mitglieder nicht mehr wie früher im Dorf, sondern in der nächstgrößeren Stadt arbeiten. Aber die Kommunen hätten eine Lösung gefunden. „Um die Tagesalarmfähigkeit sicherzustellen, werden heute gleich mehrere Ortsfeuerwehren in der Umgebung alarmiert.“ Die Acht-Minuten-Regel gibt es laut Sander in Niedersachsen nicht. „Das sind Vorgaben für Berufsfeuerwehren in den Städten.“
Der Landesrechnungshof empfiehlt den verantwortlichen Kommunen, Ortswehren zusammenzulegen. Das gelte vor allem für jene 19 Feuerwehren, die die personelle Mindeststärke nach der Feuerwehrverordnung nicht erreichen.

Donnerstag, 05. Juni 2014 22:07

Cold Water Challenge 2014

Die Ortsfeuerwehr Seelze wurde diese Woche von der Feuerwehr Garbsen zur Cold Water Challenge 2014 nominiert. Ziel dieser Challenge ist es binnen 48h ein Video zu drehen, in dem die beteiligten Kameraden durch kaltes Wasser nass werden.

Fristgemäß konnten wir ein Video veröffentlichen und den Grillabend auf unsere Kosten abwenden.

Wir haben unsererseits die nachfolgenden Feuerwehren nominiert:

- Feuerwehr Leveste
- THW OV Wunstorf
- Feuerwehr Süderende (Insel Föhr).

Vielen Dank an Fabian G., Nico P., Beule und Lukas P. für die super Unterstützung.

Ausbildung der neuen Mitglieder soll verkürzt werden / Keine Einsparungen beim Katastrophenschutz

Der Feuerwehrverband Region Hannover sorgt sich um den Nachwuchs. Die jährliche Delegiertenversammlung, zu der am Sonnabend mehr als 230 Abgeordnete und Gäste nach Neustadt am Rübenberge gekommen waren, stand deshalb ganz im Zeichen der Mitgliederwerbung. Demnach wollen die Regionsfeuerwehren künftig verstärkt Mitbürger mit Migrationshintergrund für die Arbeit in den Freiwilligen Feuerwehren gewinnen und die Kinder- und Jugendfeuerwehren noch stärker fördern als bisher. Auch die sozialen Netzwerke im Internet sollen für die Mitgliederwerbung genutzt werden. Ein regelrechtes Konzept dafür gibt es aber noch nicht. Um die Vereinbarkeit der Feuerwehrausbildung mit der Schule oder dem Studium in Zukunft noch flexibler gestalten zu können, gibt es darüber hinaus weitere konkrete Änderungsvorschläge. Der Lehrgang der Feuerwehr, die sogenannte Truppmannsausbildung, soll für diejenigen verkürzt werden, die bereits Dienst bei der Jugendfeuerwehr geleistet haben. „Sie bringen bereits Erfahrungen mit, sodass sie möglicherweise nicht alle Schulungen mitmachen müssen“, sagt Armin Jeschonnek vom Feuerwehrverband der Region. Auch die geplanten Einsparungen des Bundes beim Katastrophenschutz bereiten den Mitgliedern des Regionsfeuerwehrverbandes Kopfzerbrechen. Die Einsatzbereitschaft bei großen Katastrophen sei gefährdet, sollte es tatsächlich zu Kürzungen im Etat kommen, erklärte Verbandsvorsitzender Karl-Heinz Mensing. Zudem bereitet die vom Bund avisierte Zusammenlegung der Feuerschutz- und der Versicherungssteuer dem Verbandschef Sorgen. „Dadurch würden den Feuerwehren wichtige Finanzierungsmittel für ihre Ausrüstung fehlen. Die Region Hannover wäre mit rund 1,1 Millionen Euro betroffen.“ Mensing erinnerte an das Elbhochwasser 2013, bei dem bundesweit 82000 ehrenamtliche Helfer im Einsatz waren, darunter ungefähr 10000 aus Niedersachsen. „Anstatt die Mittel den Anforderungen des Katastrophenschutzes anzupassen, werden sie wegen der Schuldenbremse gekürzt“, kritisierte Mensing. Auch bei diesem Punkt erhielt der Verband Unterstützung vom Landesfeuerwehrverband. „In Niedersachsen würden rund 1000 Einsatzkräfte fehlen“, erklärte dessen Präsident Karl-Heinz Banse.

Ehrungen: Bernd Keitel erhielt in Anerkennung der hohen Verdienste im Feuerwehrwesen in seiner 20-jährigen Dienstzeit als Vorsitzender des Feuerwehrverbands die Würde als Ehrenvorsitzender. Das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber erhielten Heinz-Georg Montag aus Lehrte und Wolfgang Weihrauch aus Neustadt. Hans-Jürgen Grigat bekam als langjähriger Brandschutzabschnittsleiter für Garbsen, Neustadt und Wunstorf das Niedersächsische Feuerwehrehrenzeichen überreicht.

Freitag, 11. April 2014 05:41

Elternabend & Jahreshauptversammlung

Letzten Mittwoch haben wir einen Elternabend und die Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr veranstaltet. Es wurde über das Anstehende Zeltlager informiert und ein neuer Jugendausschuss gewählt.

 

Viele bunte Ostereier zieren jetzt den Baum auf dem Feuerwehrplatz vor dem Restaurant Flügels. Die Idee dazu kam von Ortsbrandmeister Alfred Blume. Seit der Müllsammelaktion im vorigen Jahr kümmert sich die Feuerwehr um den Platz, hat das Beet bepflanzt und den Jubiläumsstein gesetzt. „Damit möchten wir auch andere wie Vereine, Geschäftsleute und Bürger animieren, etwas für die Attraktivität der Kernstadt zu tun“, sagte Blume zum Ziel der Aktion. Denkbar sei, mit besonderen Akzenten auf Feste hinzuweisen oder Patenschaften für Straßen oder Plätze zu übernehmen. Die Eier spendierte Edelgard Biskup von der Firma Kreglau und Hagedorn. Auch Ortsbürgermeister Michael Biank und Markus Bachhausen vom Flügels waren mit von der Partie.aln

Am Samstag, 29. März 2014 haben 33 aktive Mitglieder der Ortsfeuerwehr Seelze die Liegenschaften der Bundeswehr, Flughafen Wunstorf besichtigt. Die Kameradinnen und Kameraden wurden durch die Räumlichkeiten der neuen Feuerwache der Bundeswehr Feuerwehr in zwei Gruppen geführt. Die Besichtigung beinhaltete u.a. eine Erklärung der neuen Feuerwache insbesondere mit den Lösungen für die „Schwarz-Weiß-Bereiche“. Die Vorführung der vollautomatischen Schlauchwaschanlage mit ihren einzelnen Arbeitsschritten beindruckte. Nachdem die Räumlichkeiten einschließlich der vielseitigen Funktionen der Leitstelle besichtigt wurden, ging es in die Fahrzeughalle. Dort konnten die Flugfeldlöschfahrzeuge ausgiebig erkundet werden und Bedienung und Aufgaben der einzelnen Ausstattungsteile der Feuerwehrfahrzeuge wurden erklärt. Ein Highlight war für alle Kameradinnen und Kameraden sicherlich eine Fahrt mit einem der Flugfeldlöschfahrzeuge (Ziegler Z8 und Z6) und die praktische Vorführung des Dach -& Frontmonitors (Wasserwerfer). Die Frontmonitore werden vollautomatisch per Joystick aus der Fahrerkabine gesteuert und können sogar bei voller Fahrt Wasser abgeben.

Im Anschluss bedankte sich unser stellv. Ortsbrandmeister Michal Lorenz bei den beiden Kameraden Marcus Müller und Sascha Tessmann, die uns durch die neue Wache geführt haben, mit einem kleinen Präsent. Das Präsent zeigt ein Gruppenbild der Ortsfeuerwehr Seelze auf einer Wandtafel, welche hoffentlich einen schönen Platz in der neuen Wache finden wird.

Die Kameradinnen und Kameraden kehrten mit vielen neuen Eindrücken aus Wunstorf zurück.

Da es im militärischen Bereich verboten ist zu fotografieren, können wir Ihnen leider keine Impressionen zu diesem Ausflug zeigen.

Samstag, 29. März 2014 14:09

Rat beschließt neue Satzung

Freiwillige Feuerwehr: Neufassung lockert Regeln zur Mitgliedschaft und Altersgrenze

Der Rat der Stadt Seelze hat am Donnerstagabend die Neufassung der Satzung für die Freiwillige Feuerwehr beschlossen.

Die Überarbeitung des Regelwerks war nach Einschätzung der Verwaltung unumgänglich, weil sich in den vergangenen Jahren die rechtlichen Rahmenbedingungen geändert haben und für Seelze entsprechend angepasst werden mussten. Gelockert wurden vor allem Regeln zur Mitgliedschaft. So sind jetzt Doppelmitgliedschaften möglich, etwa wenn Angehörige von Feuerwehren anderer Kommunen regelmäßig für Einsätze in der Obentrautstadt zur Verfügung stehen. Auch die Unvereinbarkeitsklausel wurde aufgehoben, sodass Feuerwehrleute gleichzeitig eine Führungsposition in einer Berufsfeuerwehr und einer freiwilligen Feuerwehr bekleiden dürfen. Angehoben wurde zudem die Altersgrenze für die Mitgliedschaft in der Einsatzabteilung auf das 63.?Lebensjahr. Angehörige der Altersabteilung, in die Mitglieder der Einsatzabteilung mit Vollendung des 63. Lebensjahres wechseln, können künftig zu Übungen und Einsätzen herangezogen werden, wenn sie die gesundheitlichen und fachlichen Anforderungen erfüllen. Die Einrichtung von Jugendfeuerwehren ist in allen Ortsteilen möglich, Kinderfeuerwehren unter der Voraussetzung, dass es bereits eine Jugendfeuerwehr gibt.

 

Freitag, 14. März 2014 05:39

Ausschuss spricht über Feuerwehr

Mit der Neufassung der Satzung für die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Seelze beschäftigt sich der Ausschuss für Ordnung und Soziales am Mittwoch, 19. März. Nach Einschätzung der Verwaltung muss die Satzung überarbeitet werden, weil sich die rechtlichen Bestimmungen geändert haben. Neu ist unter anderem, dass Doppelmitgliedschaften möglich sind und auch die Unvereinbarkeitsklausel aufgehoben worden ist, wodurch die gleichzeitige Ausübung von Führungspositionen in einer Berufsfeuerwehr und einer freiwilligen Feuerwehr zulässig ist. Angehoben wurde auch die Altersgrenze für Angehörige der Einsatzabteilung auf 63 Jahre. Zudem wurde die Reaktivierung von Alterskameraden in besonderen Fällen ermöglicht. Außerdem stellt Thomas Wahrendorff, Leiter des Polizeikommissariats Seelze, die Kriminalstatistik 2013 vor. Beginn ist um 17.30 Uhr im Rathaus, Raum E 21. Zu Beginn können Einwohner Fragen stellen.

Donnerstag, 13. März 2014 10:22

Feuerwehr: Die Jungen bleiben weg

Stellvertretender Regionsbrandmeister: Zahlen sind aber noch kein Grund zur Sorge – Demografischer Wandel

Der demografische Wandel macht sich auch beim Feuerwehrnachwuchs bemerkbar. Die Mitgliederzahlen in den Jugendfeuerwehren der Region sind im Jahr 2013 von 3072 auf 3007 gesunken.

Das hat Regionsjugendwart Michael Homann am Freitagabend bei der Versammlung zum Regionsjugendfeuerwehrtag verkündet. Dafür waren Jugendwarte und Betreuer aus 189 Jugendfeuerwehren der Region Hannover ins Kurt-Hirschfeld-Forum in Lehrte gekommen. Homann erklärte, dass die Mitgliederzahlen in den vergangenen Jahren vor allem bei den Jungen zurückgegangen seien, bei den Mädchen seien sie dagegen relativ konstant. Dem stellvertretenden Regionsbrandmeister Detlef Hilgert bereiten die sinkenden Zahlen derzeit noch keine Sorgen. „Aber in zehn bis 15 Jahren müssen wir uns bestimmt Gedanken machen, wie wir die Feuerwehr attraktiver machen und die Jugend für uns gewinnen können“, sagte er. Wichtig sei vor allem die Mundzu- Mund-Propaganda. „Wenn Kinder in der Schule erzählen, dass sie nachmittags bei der Feuerwehr viel Spaß haben, ist das die beste Werbung“, betonte Hilgert. Viel Lob gab es für die Jugendfeuerwehren von der stellvertretenden Regionspräsidentin Doris Klawunde. „Ihr habt euch auch im gesellschaftspolitischen Bereich gut entwickelt und stellt euch Themen wie Migration, Rechtsextremismus und Demokratieerziehung“, sagte sie. Mit ihrer Arbeit würden die Jugendfeuerwehren den Kommunen viele Sozialarbeiter sparen. Einblicke gewähren die Jugendfeuerwehren auch in diesem Jahr wieder in einem myheimat-Magazin. Auf sich aufmerksam macht die Regionsjugendfeuerwehr zudem auf ihrer Facebook-Seite.

Donnerstag, 27. Februar 2014 04:06

Feuerwehr trifft sich in Seelze

Die Brandbekämpfer der Freiwilligen Feuerwehr Seelze treffen sich morgen zu ihrer Hauptversammlung. Außer Berichten und der Wahl des Kassenprüfers stehen Ehrungen auf der Tagesordnung. Die Teilnehmer finden sich um 18.30 Uhr in der Seelzer Gaststätte Bürgerstuben, Marienwerderallee 10, ein.

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