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Was tun bei einem Schornsteinbrand?

Was tun bei einem Schornsteinbrand? Ortsfeuerwehr Seelze

Ortsfeuerwehren von Dedensen, Gümmer und Lohnde nehmen an Fortbildung teil / Drehleiter kommt zum Einsatz

Kaminöfen und Kamine liegen im Trend – doch sie bergen auch Risiken. Seit einigen Jahren wächst die Anzahl von Kaminbränden und mit ihnen die Gefahr für Gebäude, Bewohner und Einsatzkräfte.


Das Schreckenszenario: urplötzlich entzündet sich der Ruß, der sich im Schornstein abgelagert hat. Nach einem solchen Kaminbrand hat Schornsteinfegermeisterin Verena Prothmann, zuständig für die westlichen Stadtteile, den örtlichen Feuerwehren eine gezielte Fortbildung empfohlen.
Der IV. Zug der Stadtfeuerwehr Seelze mit den Ortsfeuerwehren aus Dedensen, Gümmer und Lohnde nahm das Angebot an und befasste sich an einem Übungstag mit dem brandgefährlichen Thema. „Federführend haben die Schornsteinfeger Kai Mehrstedt aus Langenhagen und Henner Hölscher aus Almhorst die Ausbildung gestaltet“, sagt Dedensens Ortsbrandmeister Rene Corterier. Beide Schornsteinfeger seien auch in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv und hätten daher eine praxisorientierte Ausbildung vornehmen können.
Für die Fortbildung stellte die Seelzer Feuerwehr ihre Drehleiter zur Verfügung. Nach dem zweistündigen Theorieblock stiegen die Brandexperten auf das Dach des Landwirts Heinrich Corterier. „Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass ich meinen Hof für die Übungen zur Verfügung stelle“, sagte er. Rene Corterier, der auch Führer des IV. Zuges ist, freut sich darüber, dass die Einsatzkräfte nun noch besser geschult seien.
Die Botschaft der Experten: Wer sein Kaminfeuer unbeschwert und vor allem sicher genießen möchte, sollte rechtzeitig vorsorgen. „Schornsteinbrände entstehen durch Glanzruß, also Ablagerungen im Schornstein“, erklärt Corterier. Deshalb sei es besonders wichtig, nur zugelassene Brennstoffe zu verwenden und die vorgeschriebene Feuchtigskeitsobergrenze von Brennholz nicht zu überschreiten.

Im Ernstfall blitzschnell handeln

Glanzruß setze sich über das Ofenrohr im Schornstein fest, so Corterier. Sollte es trotz aller Vorsorge dennoch zu einem Schornsteinbrand kommen, ist schnelles Handeln erforderlich. Betroffene sollten sofort alle brennbaren Gegenstände vom Schornstein abrücken, umgehend die Feuerwehr unter der Nummer 112 alarmieren und sich und alle Anwesenden in Sicherheit bringen

Weitere Informationen

  • Quelle: HAZ Seelze, 11.10.2023
  • Von: Norbert Bödecker
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