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Radioaktive Stoffe in Theorie und Praxis beim NLWKN in Hildesheim

Radioaktive Stoffe in Theorie und Praxis beim NLWKN in Hildesheim Ortsfeuerwehr Seelze

Den Begriff Radioaktivität verbindet ein Großteil der Bevölkerung mit Hiroshima oder Tschernobyl, aber das die Radioaktivität auch im alltäglichen Leben positiv angewendet wird wissen die wenigsten. So gibt es z. B Füllstandwarner, die Verwendung in Arztpraxen und in vielen medizinisch notwendigen Anwendungen z.B. in der Krebstherapie.

Sieben aktive Mitglieder der Ortsfeuerwehr Seelze und weitere aus den Ortsfeuerwehren Almhorst und Osterwald Unterende machten sich am letzten Samstag im September auf den Weg nach Hildesheim um beim NLWKN, dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz -Betriebsstelle Hannover-Hildesheim ein Seminar zum Thema „Radioaktive Stoffe“ zu besuchen. Im Einsatzfall wollen die Feuerwehrmitglieder mit Radioaktiven Stoffen sicher umgehen können um sich und die Umwelt zu schützen.

Das Seminar umfasste eine theoretische Ausbildung und praktische Übungen zum Auffinden von radioaktiven Feststoffen und Flüssigkeiten, sowie zum Kontaminationsnachweis von Personen und Gebieten mit verschiedenen Messgeräten.

Nach der herzlichen Begrüßung von Gesa Bergmann und Jan Schrader wurden uns die Aufgabenbereiche der Betriebsstelle Hannover Hildesheim in einer eindrucksvollen Präsentation mit zahlreichen Einsatzbeispielen der Mitarbeiter der NLKWN vorgestellt.

Es folgte zuerst der theoretische Teil des Tages, in diesem Theorieteil erfuhren wir in verständlicher dargebrachter Form etwas über Strahlen und Strahlenarten mit dem Vorzeichen α, β oder γ. Nicht fehlen durften die Dosisgrößen, die Wirkung von ionisierender Strahlung, die Dosimetrie und die für alle Einsatzkräfte wichtigen dosismindernden Faktoren. Ein wichtiger Punkt im Strahlenschutz sind die Messungen und anzuwendenden Messgeräte zum einem für den Personenschutz oder zum Auffinden den sogenannten Strahlern, den radioaktiven Feststoffen oder Flüssigkeiten.

Der nun folgende praktische Teil erfolgte in zweier Teams an verschiedenen Stationen für jede Station wurde das Zeitfenster auf 15 Minuten begrenzt.

  • Bestimmung der höchsten Ortsdosisleistung an der Oberfläche einer Typ-A Verpackung und Absperrbereiche nach FwDV 500 festlegen.
  • Personendekontamination mit Feststellung des Messpunktes und der Messrate
  • Suchen eines Strahlers und Bestimmung der Dosisleistung
  • Kontaminationswand
  • Wischtest auf anhaftende Flüssigkeiten und Bestimmung der Strahlenart
  • Suchen eines Strahlers im Gelände

Die einzelnen Stationspunkte wurden mit den mitgebrachten eigenen Messgeräten bearbeitet, aber auch die Messgeräte der NLKWN wurden ausprobiert und Vergleiche mit den eigenen Geräten in Bezug auf Messgenauigkeit, Ausgabe der Messrate usw. gezogen.

Alles in allem haben die Seminarteilnehmer heute viel gelernt, was sie im Umgang mit dieser unsichtbaren Gefahrenart sicherer macht.

Wir bedanken uns bei den Mitarbeitern des NLWKN für die interessante gut strukturierte Ausbildung.

Weitere Informationen

  • Von: Ursula Krüger (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
  • Datum: 09.10.2023
Gelesen 313 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 11. Oktober 2023 21:06

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