CBRN-Zug übt Atemschutznotfall beim CSA-Einsatz

CBRN-Zug übt Atemschutznotfall beim CSA-Einsatz Ortsfeuerwehr Seelze

Der erste Gefahrgut-Ausbildungsdienst im Jahr 2026 fand am 23.01.2026 in der Feuerwache Seelze statt. An diesem zweistündigen Theorie- und Praxisunterricht nahmen neben der Ortsfeuerwehr Seelze auch Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Letter und der Ortsfeuerwehr An der Aue (Samtgemeinde Nenndorf) teil.

Die Themenschwerpunkte des gemeinsamen Dienstabends waren das An- und Ablegen des Chemikalienschutzanzuges (CSA, Schutzkleidung Form 3) und der Atemschutznotfall beim CSA-Einsatz.

In einem halbstündigen Theorieunterricht im Schulungsraum wurden Einsatzgrundsätze, die verschiedenen Chemikalienschutzanzüge der Schutzkleidung Form 3 (schwerer CSA) sowie das dazu gehörige Material vorgestellt. Ferner wurde durch Anschauen von Lehrvideos das Anlegen von Chemikalienschutzanzügen betrachtet.

Im Anschluss an den Theorieteil folgte ein anderthalbstündiger praktischer Ausbildungsdienst an zwei Stationen in der Fahrzeughalle.

An einer Station wurde das An- und Ablegen des Chemikalienschutzanzuges trainiert. Die Einsatzkräfte konnten dort wichtige Handgriffe, welche im Einsatzfall von großer Bedeutung sind, erlernen bzw. festigen.

Die zweite Station befasste sich mit dem Thema Atemschutznotfall im CSA-Einsatz. Ein Atemschutznotfall beschreibt eine akut lebensbedrohliche Situation eines Atemschutzgeräteträgers, welcher im Einsatz verunglückt oder einen medizinischen Notfall erleidet.

Die Rettung von CSA-Trägern stellt einen Sicherungstrupp vor besondere Herausforderungen.

Ein Sicherungstrupp ist ein speziell ausgerüsteter Trupp, welcher bei Atemschutzeinsätzen bereitsteht, um verunfallte Atemschutzgeräteträger sofort zu retten.

Die schnelle Rettung einer verunfallten Einsatzkraft, dargestellt durch eine Puppe mit dem Gewicht eines Erwachsenen, welche sich in einem Chemikalienschutzanzug der Schutzkleidung Form 3 befand, stand hierbei im Vordergrund. Grundsätze wie Vermeidung von Kontaminationsverschleppung beim Ablegen eines CSA, Einsatzstellenhygiene, die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst, die Definition des Gefahren- und Absperrbereichs, die Sofort-Dekontamination und das korrekte Absetzen einer Notfallmeldung mit dem unverwechselbaren Kennwort „mayday“, waren die wesentlichen Lehrinhalte dieser Station.

Die Einsatzkräfte konnten die verschiedenen Einsatzmittel bei der Rettung unserer Puppe anwenden und ausprobieren. Erstmals konnte auch das Zerschneiden von ausgemusterten Chemikalienschutzanzügen der Schutzkleidung Form 3 mittels Rettungsschere geübt werden.

Derartige, wiederkehrende Ausbildungsdienste sorgen für einen guten Ausbildungsstand bei den Einsatzkräften des CBRN-Zuges und für Handlungssicherheit im Einsatzfall

Weitere Informationen

  • Von: Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | as
  • Datum: 26.01.2026
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