Die Feuerwehrdienstvorschrift 3 (Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz) und die FwDV 7 (Atemschutz) standen am Dienstabend des 25.08.2025 im Fokus des Übungsdienstes Brandbekämpfung. Zwei kurze Einsatzübungen mit verschiedenen Lagen mussten die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Seelze unter Beachtung der Feuerwehrdienstvorschriften und unseren Standard-Einsatzregeln abarbeiten.
Mit dem Alarmstichwort „b1, piept Rauchwarnmelder im Einfamilienhaus“, wurden die Einsatzkräfte in den benachbarten Ort Lohnde alarmiert. Aufgrund des unklaren Lagebildes wurde dieses Szenario als sogenannter „Einsatz mit Bereitstellung“ abgearbeitet. Beim Einsatz mit Bereitstellung handelt es sich um eine Taktik, bei der sich die Einsatzkräfte nach dem Eintreffen am Einsatzort zunächst auf den Aufbau der Wasserversorgung und die Ausrüstung mit Atemschutz konzentrieren, während der Einheitsführer mit dem Erkunden der Einsatzstelle beschäftigt ist. Nach kurzer Zeit konnte Entwarnung gegeben werden: Die Erkundung der Einsatzstelle ergab, dass der piepende Rauchwarnmelder ohne ersichtlichen Grund ausgelöst hatte und ein weiteres Eingreifen der Feuerwehr nicht von Nöten war. Alle zuvor getroffenen Maßnahmen konnten wieder zurück gebaut werden, Übungsende.
Die zweite Lage sah einen Heckenbrand vor, welcher drohte, auf angrenzende Vegetation, Kleingärten und auf ein parkendes Auto überzugreifen. Anders als bei der ersten Einsatzübung, wurde dieses Lagebild als Einsatz ohne Bereitstellung abgearbeitet. Bei Brandeinsätzen ohne Bereitstellung ist die Lage so eindeutig, sodass ein Einsatzbefehl an die eingesetzten Trupps mit einer kurzen Lageschilderung, der Wasserentnahmestelle und der Lage des Verteilers unmittelbar erfolgen kann. Während ein Trupp zur Brandbekämpfung vor ging, wurde ein zweiter Trupp für die sogenannte Riegelstellung eingesetzt. Mit einer Riegelstellung wird das Übergreifen eines Brandes auf einen anderen, noch nicht brennenden Bereich, verhindert.
Zwei unterschiedliche Brandeinsätze mit verschiedenen Einsatztaktiken wurden somit erfolgreich abgearbeitet. Lob, Kritik und mögliche Verbesserungen wurden anschließend gemeinsam geäußert; Denn es gilt: „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein!“