Der Einsatz von Hubrettungsfahrzeugen, worunter Drehleitern fallen, verlangt vom Bedienpersonal besondere Kenntnisse, um einen Einsatzerfolg unter Beachtung der geltenden UVV-Vorschriften sowie der physikalischen und technischen Belastungsgrenzen des Fahrzeugs erzielen zu können.
Eine Mischung aus theoretischem Unterricht und praktischen Übungen sorgte für eine kurzweilige und intensive Fortbildung, wobei der Schwerpunkt auf Objektkunde lag. Im Stadtgebiet Seelze wurden verschiedene Objekte angefahren, an welchen Anleiterübungen durchgeführt wurden. Im Fokus der Anleiterübungen stand das korrekte Aufstellen der Drehleiter unter Beachtung der HAUS-Regel (Hindernisse, Abstand, Untergrund und Sicherheit) und die richtige Einschätzung von Abständen zu Gebäuden unter Beachtung von Hindernissen wie beispielsweise enger Bebauung, Bäumen, Straßenbeleuchtung und Oberleitung. Während der praktischen Übungen an den Objekten wurden die physikalischen und technischen Grenzbereiche beim Drehleitereinsatzes verdeutlicht, wodurch ein hoher Lerneffekt beim Bedienpersonal der Drehleiter erreicht wurde.
Neben der Einsatztaktik für Hubrettungsfahrzeuge wurde auch das Thema Schlauchmanagement bei Wasserabgabe über die Drehleiter thematisiert und praktisch umgesetzt. In sogenannten Loops wird hierbei ein 35m B-Druckschlauch am Anfang des Leiterparks mit Wasser gefüllt und über den Leiterpark nachgeführt. Die Vorteile dieser Methode liegen klar auf der Hand: Ein mit Wasser gefüllter Druckschlauch rollt sich beim Ausfahren der Leiter kontrolliert ab, wodurch ein „Verknoten“ des Schlauches verhindert wird. Das Nachführen des Druckschlauches wird somit deutlich erleichtert. Zudem werden gefährliche Stolperfallen am Boden minimiert.
Ein großes Dankeschön geht an die Ausbilder für Hubrettungsfahrzeuge des Landkreises Schaumburg für diesen lehrreichen Fortbildungstag!