Hitze im Auto: Tödliche Falle für Tiere & Kinder

Hitze im Auto: Tödliche Falle für Tiere & Kinder Ortsfeuerwehr Seelze

Gefahr Auto

Vor allem wenn Kinder schlafen und es „nur eine Kleinigkeit“ zu erledigen gibt werden Kinder oder auch Hunde gerne im Auto gelassen. Wie schnell die Hitze im Auto tödlich wird, haben Forscher aus den USA untersucht. In einer Tabelle haben sie zusammengefasst, wie die Temperatur im Inneren eines Autos in Abhängigkeit von der Außentemperatur ansteigt. Wie die meisten wissen werden, etwa vom Fieber, sind Körpertemperaturen über 39 Grad gefährlich und spätestens ab 42 Grad besteht ernste Lebensgefahr! Eltern sollten ihr Kind deshalb nie alleine im Auto lassen und immer auch überprüfen, ob der Kindersitz und die Gurte nicht zu heiß sind, denn hier droht zusätzlich Gefahr durch Brandwunden, vor allem bei leichter Sommerkleidung oder auf nackter Haut.

Hitzeentwicklung im Auto

Zusätzlich:

Auch ein Fenster, das nur einen schmalen Spalt geöffnet ist, kann eine Überhitzung des Innenraums nicht verhindern – die Luftzirkulation reicht nicht aus, um den Aufheizungseffekt auszugleichen. Kinder schwitzen weniger und heizen schneller auf. Bis zur Pubertät schwitzen Kinder weniger als Erwachsene. Dies führt zu einer geringeren Wärmeabgabe, da weniger Schweiß verdunstet. Insbesondere während körperlicher Aktivität erzeugen Kinder aber mehr Stoffwechselwärme als Erwachsene. Bei extremen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit, wenig Luftbewegung und übermäßiger Anstrengung gelingt es dem kindlichen Körper oft nicht mehr, seine Temperatur genügend herabzusetzen.

Verhalten im Notfall

Wenn Ihnen ein eingeschlossenes Kind oder Tier in einem in der Sonne geparkten Fahrzeug auffällt, sollten Sie unbedingt reagieren und sich vergewissern, dass es dem Kind gut geht – beherztes Eingreifen kann in so einer Situation Leben retten. Wenn das Kind zwar reagiert, aber die Türen und Fenster nicht öffnen kann, versuchen Sie den Fahrzeuglenker zu erreichen oder benachrichtigen Sie die Polizei (110) oder die Feuerwehr (Notruf 112).

Allgemeines Verhalten bei Hitze

  • tragen Sie lockere Kleidung
  • trinken Sie mindestens 2 - 3 Liter pro Tag, möglichst Mineralwasser oder verdünnte Säfte
  • vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke und Alkohol
  • nehmen Sie möglichst nur leichte Kost zu sich
  • decken Sie Ihren Mineralverlust, zum Beispiel durch salzhaltige Lebensmittel
  • vermeiden Sie körperliche Anstrengungen
  • suchen Sie Schatten auf
  • tragen Sie in der Sonne stets eine Kopfbedeckung
  • legen Sie Ihre körperlichen Aktivitäten im Freien möglichst auf die Morgen- oder Abendstunden
  • sorgen Sie für ausreichende Getränkevorräte

Alarmzeichen

Bei Krämpfen in Armen und Beinen oder Bauch, Schwindel, Schwäche und Schlaflosigkeit oder bei Anzeichen für Austrocknung rufen Sie umgehend einen Arzt. Als erste Hilfsmaßnahme bringen Sie die betroffene Person an einen schattigen, kühlen Ort, lockern Sie ihre Kleidung und geben Sie ihr Mineralwasser zu trinken.

Weitere Informationen

  • Hinweis: Unsere Empfehlungen wurden mit größter Sorgfalt unter Berücksichtigung der aktuellen Kenntnisse und Erfahrungen erstellt. Aus rechtlichen Gründen müssen wir darauf hinweisen, dass bei auftretenden Gesundheits- oder Sachschäden, die im Zusammenhang mit unseren Hinweisen, Ratschlägen und Empfehlungen stehen, keine Haftung übernommen wird.
Gelesen 717 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 20 Juli 2016 17:25