Rauchmelder: Lebensretter für Ihre Wohnung

"Brennen? Was soll bei mir schon brennen?" So denken viele Menschen in Deutschland. Das Haus ist aus Beton, Kerzen werden nie angesteckt, wir sind sehr vorsichtig - warum sollte ausgerechnet die eigene Wohnung in Flammen aufgehen? Gehören Sie auch zu denen, die so denken? Dann sollten Sie hier unbedingt weiterlesen!


Erfahren Sie zunächst ein paar Fakten:

  • Rund 600 Menschen kommen jedes Jahr in Deutschland bei Bränden ums Leben!
  • 80 Prozent dieser Opfer sterben in Ihrer eigenen Wohnung!
  • Ein Drittel der Opfer sind Kinder!
  • Die Mehrzahl der rund 200.000 Brände in Privathaushalten jedes Jahr werden durch technische Defekte ausgelöst (Kabelbrände, Kurzschlüsse, usw.)!
  • 95 Prozent der Brandtoten sterben nicht durch die Flammen, sie ersticken im giftigen Qualm!

Wenn Sie jetzt denken...

...macht nichts, wenn es dann doch brennt, dann kriege ich das mit. Das riecht man ja - und mein Hund oder meine Katze macht mich schon endgültig wach, dann sind Sie schon wieder auf dem Holzweg.

Bei einem Brand bilden sich die geruchlosen Gase Kohlenmonoxid und Kohlendioxid, die Sie unbemerkt im Schlaf inhalieren. Wenige Atemzüge, mit denen Sie das Gas in ihre Lunge transportieren, sind tödlich! Sie sterben in knapp zwei Minuten!

Wir empfehlen Ihnen...

Schaffen Sie sich sofort Rauchmelder an - und montieren Sie diese auch umgehend. Rauchmelder sind die einzig verlässlichen Instrumente, die einen Brand frühzeitig erkennen können und mit einem unüberhörbaren Alarmsignal (ca. 90 Dezibel) signalisieren. So bleibt Ihnen noch genug Zeit, Ihre Familie und sich selbst in Sicherheit zu bringen!

Bezahlbare kleine Lebensretter

Mittlerweile sind die etwa untertassengroßen Lebensretter recht preiswert (in manchen Baumärkten oder Supermarkt-Discountern schon ab fünf bis zehn Euro) zu haben. Um sicherzugehen, dass Sie einen vernünftigen Melder erwerben, achten Sie bitte auf das "VdS"-Prüfsiegel. Diese Melder wurden vom "Verband der Sachversicherer" (VdS) geprüft, sie schlagen auch schon bei niedrigen Rauchkonzentrationen an - was bei manchem Billig-Import aus Fernost nicht immer gewährleistet ist. Aufwändige Bauarbeiten sind zudem nicht notwendig - oft genügt ein Stück starkes Doppelklebeband, und der Melder hält an der Decke. Außerdem gibt es intelligente Magnetpatente, die den Rauchmelder ohne große Montage festhalten.

Für einen Mindestschutz benötigen Sie einen Rauchmelder vor jedem Schlafzimmer. Sollten Sie in einem mehrgeschossigen Gebäude wohnen, muss in jedes Stockwerk mindestens ein Rauchmelder. Für optimalen Schutz ist jedoch ein Rauchmelder in jedem Raum sinnvoll (und immer noch bezahlbar!). Ausgenommen sind Räume, in denen sich viel Dampf oder Staub entwickelt. Einfache Rauchmelder werden per Batterie betrieben. Geht die Energie zur Neige, meldet sich das Gerät frühzeitig mit einem kurzen Erinnerungspiep. Nicht zu laut und nervig, aber auf Dauer in einem Raum auffällig.

Das Anbringen eines Rauchmelders ist einfach.

Viele Rauchmeldertypen sind untereinander vernetzbar, zum Teil per Kabel, zum Teil per Funk (Tandemalarm: ein Rauchmelder löst aus und gibt ein Funksignal weiter, so dass jeder Melder im Gebäude alarmiert wird). Eine solche Vernetzung empfiehlt sich ganz besonders, wenn Sie Kinder im Haus haben. Es gibt sogar Lösungen, bei denen Sie im Brandalarmfall umgehend eine automatische "Feuermeldung" auf's Handy oder per Telefon an die Nachbarn konfigurieren können. Informationen dazu finden Sie im Elektronikhandel.

Weitere, umfassende Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Website der Aufklärungskampagne "Rauchmelder - Lebensretter".
Infografiken zum Thema Rauchmelder finden Sie hier.
Eine Übersicht zur Rauchmelderpflicht in Deutschland  finden Sie hier.

Weitere Informationen

  • Hinweis: Unsere Empfehlungen wurden mit größter Sorgfalt unter Berücksichtigung der aktuellen Kenntnisse und Erfahrungen erstellt. Aus rechtlichen Gründen müssen wir darauf hinweisen, dass bei auftretenden Gesundheits- oder Sachschäden, die im Zusammenhang mit unseren Hinweisen, Ratschlägen und Empfehlungen stehen, keine Haftung übernommen wird.
  • Quelle: Freiwillige Feuerwehr Verden
Gelesen 5627 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 29 März 2017 20:25