Montag, 29. November 2021

Seelzes Feuerwehren bekommen Verstärkung

In den kommenden zwei Jahren müssen die Nachwuchsfeuerwehrleute nun 80 Stunden Arbeitsdienst absolvieren In den kommenden zwei Jahren müssen die Nachwuchsfeuerwehrleute nun 80 Stunden Arbeitsdienst absolvieren Sandra Remmer (HAZ Seelze)

21 Nachwuchsfeuerwehrleute bestehen die Truppmannausbildung / Viele von ihnen sind Quereinsteiger / Ausbildungsleiter: „Ich bin hochzufrieden“

Fünf spannende und lehrreiche Wochen mit insgesamt 56 Arbeitsstunden liegen hinter ihnen, und das erlernte Wissen haben sie am Sonnabend bei ihrer Abschlussprüfung unter Beweis gestellt. 21 Nachwuchsfeuerwehrleute habenden ersten Teil der Truppmannausbildung nun mit Erfolg beendet. Aufgeteilt in drei Gruppen haben sie auf dem Hof der Familie Flebbe, auf dem Netto-Parkplatz und am Feuerwehrhaus in Velber ihre Prüfungsaufgaben absolviert. „Ich bin hochzufrieden, das ist eine sehr gute Leistung“, sagt Seelzes Stadtausbildungsleiter Frank Wollny.

„Normalerweise beginnt die Ausbildung immer im Frühjahr. Wegen Corona mussten wir sie dieses Jahr in den Herbst verschieben“, sagt Wollny. 19 Monate ist es her, das in Seelze zuletzt Feuerwehrleute ausgebildet wurden. „Aber wir planen bereits im Februar die nächste Truppmannausbildung. Wir wollen in den normalen Alltag zurück“, so Wollny.

Auffällig in diesem Jahr sei der hohe Anteil von Seiteneinsteigern, also von Teilnehmern, die bislang noch nicht mit der Feuerwehr zu tun hatten. Einer von ihnen ist Oliver Schröder aus Dedensen. „Ich habe bislang immer in der Großstadt gewohnt und habe nie einen Bezug zur Feuerwehr gehabt. Irgendwie denkt man da immer, das sind die Berufswehren“, erzählt Schröder. Nach einem Schnuppertag bei der Feuerwehr in Dedensen habe er den Entschluss gefasst, auch bei der Feuerwehr einzutreten. „Ich habe noch nie ehrenamtlich etwas gemacht, und ich dachte, mit 51 Jahren kann ich etwas von meiner Zeit zurückgeben“, so Schröder.

Aus Kameraden werden Freunde

Auch Sina Denecke aus Kirchwehren ist eine Seiteneinsteigerin im aktiven Dienst, doch ganz ohne Feuerwehrbezug ist sie nicht. Seit 2015 betreut sie die „Löschlinge“ in Kirchwehren. Um den Mädchen und Jungen in der Kinderfeuerwehr künftig auch technisches Wissen vermitteln zu könne, hat sie sich für die Truppmannausbildung entschieden. „Die Kameradschaft innerhalb der Feuerwehr ist sehr gut“, findet die 34-Jährige. Und aus einigen Kameraden seien echte Freunde geworden.

Auch Tim Zacher und Finn Möhrle gehören zu den Seiteneinsteigern. Beide unterstützen künftig die Werkfeuerwehr ihres Arbeitgebers Honeywell. Sorge, am Sonnabend nicht gut genug vorbereitet zu sein, hatte keiner der Teilnehmer. „Wir haben Superausbilder und fühlten uns perfekt vorbereitet“, so der einstimmige Tenor.

In den kommenden zwei Jahren müssen die Nachwuchsfeuerwehrleute nun 80 Stunden Arbeitsdienst in ihren jeweiligen Ortsfeuerwehren absolvieren. Dazu zählen auch weitere Ausbildungsinhalte wie zum Beispiel der Umgang mit besonderem Gerät und Wissen über Gefahrgut. Danach steht ihnen eine Feuerwehrkarriere offen, die auch den Besuch der Landesfeuerwehrschule in Celle ermöglicht.

Weitere Informationen

  • Quelle: HAZ Seelze, 19.10.2021
  • Von: Sandra Remmer
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