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Feuerwehr: Die Jungen bleiben weg

Stellvertretender Regionsbrandmeister: Zahlen sind aber noch kein Grund zur Sorge – Demografischer Wandel

Der demografische Wandel macht sich auch beim Feuerwehrnachwuchs bemerkbar. Die Mitgliederzahlen in den Jugendfeuerwehren der Region sind im Jahr 2013 von 3072 auf 3007 gesunken.

Das hat Regionsjugendwart Michael Homann am Freitagabend bei der Versammlung zum Regionsjugendfeuerwehrtag verkündet. Dafür waren Jugendwarte und Betreuer aus 189 Jugendfeuerwehren der Region Hannover ins Kurt-Hirschfeld-Forum in Lehrte gekommen. Homann erklärte, dass die Mitgliederzahlen in den vergangenen Jahren vor allem bei den Jungen zurückgegangen seien, bei den Mädchen seien sie dagegen relativ konstant. Dem stellvertretenden Regionsbrandmeister Detlef Hilgert bereiten die sinkenden Zahlen derzeit noch keine Sorgen. „Aber in zehn bis 15 Jahren müssen wir uns bestimmt Gedanken machen, wie wir die Feuerwehr attraktiver machen und die Jugend für uns gewinnen können“, sagte er. Wichtig sei vor allem die Mundzu- Mund-Propaganda. „Wenn Kinder in der Schule erzählen, dass sie nachmittags bei der Feuerwehr viel Spaß haben, ist das die beste Werbung“, betonte Hilgert. Viel Lob gab es für die Jugendfeuerwehren von der stellvertretenden Regionspräsidentin Doris Klawunde. „Ihr habt euch auch im gesellschaftspolitischen Bereich gut entwickelt und stellt euch Themen wie Migration, Rechtsextremismus und Demokratieerziehung“, sagte sie. Mit ihrer Arbeit würden die Jugendfeuerwehren den Kommunen viele Sozialarbeiter sparen. Einblicke gewähren die Jugendfeuerwehren auch in diesem Jahr wieder in einem myheimat-Magazin. Auf sich aufmerksam macht die Regionsjugendfeuerwehr zudem auf ihrer Facebook-Seite.

Weitere Informationen

  • Quelle: Leine-Zeitung, 10.03.2014
  • Von: Katja Eggers
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