Ortsfeuerwehr Seelze ...unsere Freizeit für Ihre Sicherheit...
Karte von Seelze
Wappen von Seelze
RSS-Feed
Facebook
Twitter
4 Helme Dräger Feuerwehr Website Wettbewerb

Dezember 2011

Seelzer Einsatzkräfte sind vorbereitet
Retter gehen von einem ruhigen Silvesterfest aus – Polizei verdoppelt vorsichtshalber die Zahl der Mitarbeiter
Morgen knallen auch in Seelze wieder die Böller, Raketen und Sektkorken. Die Leine-Zeitung hat die Retter und Ordnungshüter gefragt, wie sie sich auf den Dienst in der Silvesternacht vorbereiten. Von Gerrit Pfennig Seelze. Zum Jahreswechsel soll es etwas besonderes sein – darin sind sich die Deutschen ziemlich einig. Da wird die neueste Mode hervorgeholt, um auf einer großen Feier das neue Jahr einzuläuten. Ganz anders sieht es dagegen in der Rettungswache des Arbeiter-Samariter-Bundes in Seelze aus. „Silvester bedeutet für uns den gewohnten Dienst“, sagt der stellvertretende Wachenleiter Thomas Krüger. Vier Mitarbeiter sind morgen Nacht mit zwei Rettungswagen im Einsatz, um im Ernstfall Menschenleben retten zu können. Wie bei den normalen 24-Stunden-Schichten verbringen die Retter die Bereitschaftszeit gemeinsam. „Wir kochen und essen abends zusammen“, sagt der Rettungsassistent. Wenn dann der Pieper anschlägt, rücken die Rettungskräfte zu ganz unterschiedlichen Einsätzen aus. „Da ist auch mal ein Betrunkener dabei, aber auch Herzpatienten oder Stürze“, berichtet Krüger. Unfälle mit Feuerwerkskörpern seien dagegen seltener und endeten meistens mit kleineren Verbrennungen. Feuerwehrsprecher Jens Köhler erinnert sich ebenfalls an ruhige Silvesterfeiern in den vergangenen Jahren. „Wir hatten meist nur kleinere Brände.“ Trotzdem weist er die Feiernden auf die Gefahr der Sprengkörper hin. „Man sollte auf die Windrichtung achten, um abzuschätzen, wohin die Rakete fliegt“, betont Köhler. Zudem sei es wichtig, nur solche Feuerwerkskörper zu benutzen, die das Kennzeichen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) tragen. Die Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute unterscheidet sich jedoch in einem Punkt vom Rettungsdienst: Sie haben keine fest geregelte Bereitschaftszeit. „Jede Ortsfeuerwehr regelt das für sich“, erläutert Köhler. So könnten die Brandbekämpfer selbst auch ein bisschen feiern – ohne Alkohol, versteht sich. Ein anderes Bild zeigt sich im Polizeikommissariat Seelze. „Wir werden die Zahl der Mitarbeiter in der Nachtschicht fast verdoppeln“, sagt Ralf Hantke, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes. „Es gibt auch viele, die den Nachtdienst gern machen.“ Die Verstärkung sei jedoch eine reine Vorsichtsmaßnahme. „In den letzten Jahren ist nicht viel passiert.“
Leine-Zeitung 30.12.2011

Rosummek: Zu viele Tierrettungseinsätze
Stadtkommando der Seelzer Feuerwehr blickt auf 2011 zurück
Von Nicola Wehrbein. Von einer „auffällig hohen Zahl an Tierrettungen“ hat Jürgen Rosummek in der Stadtkommandositzung am Freitagabend in der Seelzer Feuerwache berichtet. Der Stadtbrandmeister zog zum Jahresabschluss vor rund 50 Teilnehmern, darunter Ortsbrandmeister, deren Stellvertreter sowie Mitglieder aus Rat und Verwaltung der Stadt Seelze, einen Rückblick auf die Einsätze. Tierrettungen schossen mit etwa 35 Einsätzen sprichwörtlich den Vogel ab. Ob Wellensittiche in Baumkronen, Katzen auf Dächern, Igel in Fensterschächten oder Rehe im Kanal – immer häufiger werde laut Rosummek in solchen Situationen die Notrufnummer 112 gewählt. „Wir unterhalten doch keinen tiermedizinischen Rettungsdienst“, sagte er und wünschte sich eine „beherztere Eigencourage der Bevölkerung.“ Es sei völlig normal, dass Tiere den Kanal überquerten, das läge in der Natur der Sache. „Es gibt sogar Ein- und Ausstiege“, sagte der Stadtbrandmeister. Viele Bürger wähnten die Tiere jedoch in Not und informierten prompt die freiwillige Feuerwehr. Spitzenreiter bleiben jedoch Einsätze für hilflose Personen in Notlage oder wie es Rosummek scherzend formulierte: „Wir spielen den Blaulichtschlüsseldienst.“ Bereits zu rund 50 Einsätzen seien die Feuerwehrleute gerufen worden. „Vor zehn Jahren kannten wir das als Einzelfall“, betonte Rosummek. Seither habe sich die Zahl stark erhöht. Rosummek lobte, dass immer mehr Menschen inzwischen Rauchwarnmelder in ihren Haushalten angebracht haben. „Durch den frühzeitigen Alarm kann der Sachschaden beispielsweise bei vergessenem Essen auf dem Herd gering gehalten werden.“ Viele Papierkorb- und Containerbrände sowie einige Hecken-, Busch- und Böschungsbrände waren im Jahr 2011 zu verzeichnen – ausgelöst durch Fahrlässigkeit oder Brandstiftung. Zu den Ausblicken: Das neue Löschfahrzeug für die Lohnder Ortsfeuerwehr soll im nächsten Jahr tatsächlich anrollen. Dasselbe gilt für den Einsatzleitwagen der Seelzer Ortsfeuerwehr. Im Anschluss an den offiziellen Teil richtete sich der Blick auf das gesellige Beisammensein.
Leine-Zeitung 05.12.2011



November 2011

Volkstrauertag 2011
Tag trägt ein Trauerflor
Gedenkfeiern gestalten sich festlich – Viele Bürger nehmen teil
Am vergangenen Sonntag wurden unter anderem in Seelze und Garbsen der Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges gedacht. Zahlreiche Bürger nahmen im Rahmen des Volkstrauertages an den Gedenkfeiern teil und ehrten die Verstorbenen. In Seelze wurde die Kranzniederlegung am Ehrendenkmal vor der St.-Martinskirche von der Freiwilligen Feuerwehr und einem Bläserchor begleitet. Ortsbürgermeister Walter Mill hielt eine bewegende Ansprache.
Runblick Garbsen/Seelze 16.11.2011 (Artikel gekürzt)



Oktober 2011

Feuerwehrleute üben Einsatz
Die Feuerwehr Seelze übt zusammen mit überörtlichen Kräften heute ab 18 Uhr an der Straße Vor den Specken in Seelze den Ernstfall. „Es sind etwa 170 Feuerwehrleute mit 30 Fahrzeugen beteiligt“, kündigte Ortsbrandmeister Alfred Blume an. Die Einsatzkräfte sind vor allem bei der Lebenshilfe und bei der Firma Dr. Becher tätig und müssen laut Übungsszenario dort Brände löschen. Blume warb bei den Anwohnern um Verständnis für die Übung, bei der unter anderem lange Schlauchleitungen verlegt werden müssen. Es werde darauf geachtet, die Einschränkungen möglichst gering zu halten. Gegen 20 Uhr soll die Übung weitgehend beendet sein.rpf/rah
Leine-Zeitung 21.10.2011

Halbjahresversammlung 2011
Am Freitag den 14.10.2011 fand im Feuerwehrhaus Seelze die Halbjahresversammlung 2011 der Ortsfeuerwehr Seelze statt. Das Ortskommando wurde bei dieser Versammlung für 3 Jahre neu gewählt, die neue Konstellation sehen Sie hier. Die Kameradin Swantje Kamin und die Kameraden Spyridon Tzouvaras, Jan Hinrichsen, Patrick Eilers und Heinz Hauck wurden vereidigt und zur Feuerwehrfrau bzw. Feuerwehrmann befördert. Der Kamerad Carsten Strowig wurde zum Brandmeister befördert und bekleidet jetzt das Amt des stellv. 1. Zugführers. Ortsbrandmeister Alfred Blume blickte am Ende der Versammlung auf die Stadtfeuerwehr Übung im Mai 2010 mittels einer Präsentation zurück.
Webmaster

Kielhorn erhält das Vertrauen
Almhorster wird der zweithöchste Feuerwehrmann im Stadtgebiet – Große Mehrheit
Von Ralf Heußinger Seelze. Mit großer Zustimmung hat die Feuerwehr am Dienstagabend einen neuen stellvertretenden Stadtbrandmeister gewählt. Christian Kielhorn übernimmt das Amt ab Januar. Der 44-jährige Almhorster löst Rainer Edlich aus Dedensen ab, der aus privaten Gründen von der Position zurücktritt. Kielhorn war der einzige Kandidat bei der Versammlung im Feuerwehrhaus in Letter. Von 20 anwesenden Funktionsträgern der Stadtfeuerwehr stimmten 17 für ihn, drei gegen ihn. Das Ergebnis sei ein gutes Signal gewesen, freute sich Kielhorn nach der Wahl. „Wir werden einiges anpacken, um die Feuerwehr für die Bürger so leistungsfähig zu halten.“ Der promovierte Chemiker, der seit 2006 in Almhorst auch der Ortsfeuerwehr vorsteht, ist ein wahrer Brandschutzexperte. Bis 2009 leitete er die Feuerwehrschule in Celle. Danach wechselte er ins Innenministerium – Referat Brandschutz. Für die Seelzer Feuerwehrleute ist er damit der Mann an der Quelle. „Wir überarbeiten derzeit das Brandschutzgesetz“, berichtete Kielhorn. So gelte es etwa, die Feuerwehren auf den demografischen Wandel vorzubereiten. Sein Amt als Ortsbrandmeister in Almhorst möchte Kielhorn gern auch über 2012 hinaus behalten – dann steht dort die nächste Wahl an. Für Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek ist Kielhorn gar „ein Juwel an Fachkunde in unseren Kreisen“. Außerdem sei die persönliche Chemie zwischen ihm und seinem neuen Stellvertreter ausgesprochen gut. Die Arbeit als Schriftführerin im Stadtkommando übernimmt künftig Doris Fuhrmann aus Kirchwehren.
Leine-Zeitung 13.10.2011
Finanzierung Der Feuerwehr
Bürgermeister Schallhorn sichert Unterstützung zu
Die Feuerwehr ist Bürgermeister Detlef Schallhorn lieb und teuer. Das machte er auch bei der Versammlung am Dienstagabend deutlich: „Die Feuerwehr ist ein Kernbestandteil dieser Stadt.“ Die Brandbekämpfer könnten auf die Unterstützung der Verwaltung bauen. „Ich gehe davon aus, dass der Feuerwehr nichts weggenommen wird“, sagte Schallhorn mit Blick auf die bevorstehenden Haushaltsverhandlungen mit dem neuen Rat. Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek nahm dieses Bekenntnis erfreut auf. Schließlich seien zu Beginn einer Ratsperiode oft viele Wünschelrutengänger unterwegs, wie er sagte. Die Stadt stellt beispielsweise jährlich etwa 100?000 Euro zur Verfügung, um den Feuerwehrfuhrpark zu erneuern. Der Kauf des neuen Fahrzeugs für Lohnde hat sich wegen kartellrechtlicher Fragen verzögert. Eventuell könne man aber noch in diesem Jahr ausschreiben, sagte Rosummek.rah
Leine-Zeitung 13.10.2011

Stadtpokal 2011
Das erste Team der Ortsfeuerwehr Seelze belegte bei dem diesjährigen Stadtpokal in der Gesamtteamwertung den 9. Platz von 80 teilnehmenden Mannschaften. Die beste Einzelwertung schaffte M. Lorenz mir Rang 15 von 441 Teilnehmern in der Einzelwertung. Die zweite Mannschaft der Ortsfeuerwehr Seelze belegte in diesem Jahr in der Gesamtwertung nur Rang 61. Alle weiteren Informationen über die Platzierungen finden Sie auf www.stadtpokal-seelze.de

Webmaster

September 2011

Ein gelungener Abend für das Ehrenamt
Ortsfeuerwehr feiert mit Unterstützung ihr 115-jähriges Bestehen
Von Nicola Wehrbein Seelze. „Willst Du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt Dir geben“ – ob diese Weisheit von Joachim Ringelnatz oder Wilhelm Busch stammt, liegt im Unklaren. Klar ist indes: Viele Menschen beweisen das Gegenteil. Sie finden gerade am Ehrenamt Freude, zum eigenen und zum großen Glück anderer. So hat die Ortsfeuerwehr Seelze am Freitagabend mit einem Serenadenabend unter dem Titel „Ehrenamt – Komm`mach mit“ an der St.-Martin-Kirche bereits ihr 115-jähriges Bestehen gefeiert. Bürgermeister Detlef Schallhorn zitierte in seinen Begrüßungsworten den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, der die Feuerwehr als die „früheste und mutigste Bürgerinitiative“ bezeichnet hatte. Auch Elke Schölper, Superintendentin für Seelze und Garbsen, betonte in ihrer Rede die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements in allen Bereichen der Gesellschaft – ob bei der Feuerwehr, in der Kirche oder in der Musik. Bei stimmungsvollem Fackelschein im lauschigen Ambiente des Seelzer Pfarrgartens spielten unter der Leitung von Henning Klingemann die Bläser des Modern Sound(s) Orchestras (MSO) auf. Etwa 300 Zuhörer genossen die beliebten Musicalmelodien aus „Jesus Christ Superstar“ und „Arielle“, fetzige Jazzrhythmen und poppige Klänge. Christoph Slaby erfreute die Besucher mit einigen Werken an der Orgel. Den musikalischen Ausklang lieferten wiederum Mitglieder des MSO mit einem festlichen „Guten Abend, gute Nacht“, das vom Kirchturm erklang. Je später der Abend, desto voller die Stehtische: Bei Kaltgetränken in geselliger Runde waren die Feuerwehrleute dann weitgehend unter sich. „Ein schöner spätsommerlicher Serenadenabend für das Ehrenamt“, sagte Ortsbrandmeister Alfred Blume erfreut.
Leine-Zeitung 26.09.2011

Feuerwehrleute feiern mit viel Musik
Ortsfeuerwehr Seelze wird 115 Jahre alt – Serenadenabend an der St.-Martin-Kirche
Von Gerrit Pfennig Seelze. Das Ehrenamt ist gerade für die vielen Freiwilligen Feuerwehren sehr wichtig. Die Ortsfeuerwehr Seelze stellt ihre Feier zum 115-jährigen Bestehen am Freitag, 23. September, deshalb unter den Titel „Ehrenamt – Komm’, mach mit“. Die Seelzer Feuerwehrleute werden diesen Jahrestag in Zusammenarbeit mit der St.-Martin-Gemeinde ab 19 Uhr rund um die Kirche mit einem Serenadenkonzert feiern. „Das passt auch sehr gut“, sagt Ortsbrandmeister Alfred Blume. Die Kirchengemeinde sei ebenso ein Teil Seelzes wie die Feuerwehr. Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Detlef Schallhorn erwartet die Besucher ein Konzert des Modern Sound(s) Orchestra (MSO). Die Bläser werden bei Fackelschein an der Kirche spielen. Im Anschluss wird Elke Schölper, die Superintendentin für Garbsen und Seelze, das Thema des Abends aufgreifen und über das Ehrenamt sprechen. „Danach werden wir in Erinnerung an die Kameraden am Kriegerdenkmal einen Kranz niederlegen“, fügt Blume hinzu. Der Abend endet wiederum musikalisch. Einige Mitglieder des MSO werden auf dem Kirchturm für die Gäste ein Abendlied spielen.
Leine-Zeitung 21.09.2011

Feuerwehr ehrt Röver für gute Kooperation
Scheidender Ratsherr erhält bei Stadtfeuerwehrtag Auszeichnung
Von Nicola Wehrbein Seelze. Ehre, wem Ehre gebührt: Wilfried Röver ist am Freitag beim Stadtfeuerwehrtag auf Gut Dunau die Ehrenmedaille des Deutschen Feuerwehrverbandes verliehen worden. „Die höchste Auszeichnung für Personen, die nicht aktiv der Feuerwehr angehören“, mit diesen Worten heftete Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek dem sichtlich gerührten Letteraner die Medaille ans Revers. Wie selbstverständlich hatten sich die vielen Brandbekämpfer aller elf Ortsfeuerwehren sowie die Vertreter aus Rat und Verwaltung erhoben. Stehend geboten sie dem scheidenden Vorsitzenden des für die Feuerwehr zuständigen Ordnungsausschusses Respekt und Sympathie. „Wir haben ihm viel zu verdanken“, sagte Rosummek. Wilfried Röver und die Feuerwehr – eine Symbiose seit mehr als 20 Jahren, die quasi entflammt wurde mit seiner Arbeit im Feuerschutzausschuss. „Geschenkt wurde uns von ihm nie etwas“, betonte der Stadtbrandmeister. Aber Röver sei stets ein kompetenter und verlässlicher Streiter für die Interessen der Feuerwehrmänner gewesen. „Niemand hat mir vorher etwas von dieser hohen Ehrung verraten“, sagte Röver bewegt. Kameradschaft und Ehrenamtlichkeit hätten ihm immer imponiert, deshalb werde er „der Truppe mit Sicherheit verbunden bleiben“. Vorher hatte Rosummek Zahlen sprechen lassen: Auf 444 aktive Mitglieder bringt es die Feuerwehr derzeit. 2011 sind die Einheiten bis dato zu 52 Brand- und 106 Hilfsleistungseinsätzen, in erster Linie Türöffnungen, ausgerückt. Die technischen Errungenschaften wurden auf dem Hof präsentiert: Rauchvorhänge, das Eisrettungsgerät, die Düsenschläuche, die unter lauten „Ahs und Ohs“ eine beeindruckende Wasserwand erzeugten. Das eigentliche Ziel des Stadtfeuerwehrtags ließ sich indes am Dauergemurmel an den Tischen ablesen: Kameradschaftspflege in geselliger Atmosphäre.
Leine-Zeitung 12.09.2011

Stadtpokal erfreut sich Beliebtheit
81 Mannschaften treten zu Dreikampf an
Von Nicola Wehrbein Seelze. Volltreffer – alle Neune – Ass: Wem das gelungen ist, der hat beste Aussichten, beim Seelzer Stadtpokal mit seinem Team die Siegertrophäe, Ruhm und Anerkennung davonzutragen. „Alle Startplätze sind vergeben“, hieß es bereits vor geraumer Zeit, was als deutliches Indiz für die Beliebtheit dieses Dreikampfes aus Schießen, Kegeln und Minigolf gewertet werden kann. Der olympische Gedanke steht im Vordergrund: Dabei sein ist alles. Wer allerdings die konzentrierten Mienen der 476 Teilnehmer, verteilt auf 81 Teams, am Wochenende beobachtet und die Diskussionen über verpatzte Resultate verfolgt hat, dem wird schnell klar: Ein gewisser Ehrgeiz ist auch mit am Start. Bange Mienen seiner Mitstreiter begleiteten etwa den Abschlag von Helge Heinz aus dem Team „Pöbelbrüder“ auf der Minigolfanlage Seelze. Schließlich wollen die Handball- und Fußballkumpels „wieder vorne landen.“ Auf der vertrackten Nebenbahn mühte sich Bürgermeister Detlef Schallhorn von den „Obentrauts“, den Ball einzulochen – knapp daneben. Viele Mannschaften tragen eigens angefertigte T-Shirts mit einfallsreichen Namen wie „Kullerköppe“, „Sektkorken“ und „Steinläuse.“ Oder „ga keine Name“, so ist das Oberteil der „Namenlosen“ bedruckt, einem Freundeskreis aus Letter. Zwei Sterne zieren das T-Shirt, Symbole für die bereits errungenen Stadtpokal-Siege. Auf der Schießsportanlage in den Bürgerstuben nahmen zeitgleich Schulter an Schulter „Die Zerhacker“ und „Die lustigen Gümmeraner“ ihr Ziel ins Visier. Derweil brachten auf der Kegelbahn die „Walking Girls“ aus Lohnde mit kontrolliertem Schwung die Kugel ins Rollen. „Das Wetter ist prima, die Teilnehmer gut drauf, alles läuft bestens“, freute sich das Organisationsteam um Michael Lorenz. Außer „altbewährten Wiederholungstätern“ seien auch viele Neulinge aktiv. Wer den Pokal erhält, wird am 8. Oktober im Bürgerhaus Lohnde bekanntgegeben.
Leine-Zeitung 12.09.2011

Planung für Jubiläum der Ortswehr Seelze
Seelze (rs). Die Vorbereitungen für das 115-jährige Jubiläum der Ortsfeuerwehr Seelze laufen auf höchsten Touren. Wie Ortsbrandmeister Alfred Blume sagte, will er das Fest auf eine neue Art veranstalten und die Ehrenamtlichkeit in den Vordergrund stellen. So soll die Veranstaltung am 23. Sptember vor dem Obentrautfest rund um die St. Martinskirche stattfinden. Den musikalischen Auftakt bildet ein Serenadenkonzert des Modern Sound[s] Orchestra, bevor die Gastredner zu Wort kommen. Durch die Veranstaltung führt in bewährter Weise Werner Huckschlag als Moderator
Um auf diese Veranstaltung hinzuweisen, lud Blume die Teilnehmer zu einem Foto und weiteren Besprechnungn ein.
UMSCHAU 07.09.2011

August 2011

Feuerwehrpokal 2011
Einige Kameraden der Ortsfeuerwehr Seelze haben am Freitag, 19.8.2011 nach 7 Jahren Pause wieder den Feuerwehr-Pokal ausgeschossen. Es siegte die Gruppe der Bürgerschützen von Carsten Bischoff. Diese Veranstaltung soll künftig jedes Jahr stattfinden. Die Pokalübergabe fand am Samstag, 20.08.2011 im Schützenhaus Seelze statt. Die Platzierungen finden Sie mit Klick auf das Bild...
Webmaster 21.08.2011

Juli 2011

Schaukasten der Freiwilligen Feuerwehr Seelze hängt wieder
Neues Dach soll vor Witterung schützen
Der Schaukasten der Freiwilligen Feuerwehr Seelze hängt wieder an seinem alten Platz im Zentrum von Seelze, Wunstorfer Str. Ecke Bremer Str.. Einigen Seelzern ist es bestimmt aufgefallen, dass etwas an der Hauswand fehlte. Jetzt erstrahlt er in neuem Glanz und informiert die Bürger wieder über Termine und Tipps für den Alltag. Die Alterskameraden haben den Schaukasten wieder auf Vordermann gebracht und ein neues gespendetes Dach gegen die Witterung montiert.
Webmaster 31.07.2011

Keine Reifen für die Feuerwehr
Seelzer Brandbekämpfer warten seit Monaten auf neue Pneus für ein Einsatzfahrzeug

Die Seelzer Ortsfeuerwehr braucht dringend neue Reifen für eines ihrer Löschfahrzeuge. Doch die Pneus sind seit Monaten nicht lieferbar, der Markt scheint abgegrast. Schlimmstenfalls drohen sogar Einschränkungen bei der Einsatzfähigkeit.
Von Frank Walter Seelze. Eine gesetzliche Regelung für die Feuerwehren gibt es in Niedersachsen anders als beispielsweise in Baden-Württemberg nicht, doch die Empfehlungen der Fachleute sind eindeutig: Spätestens nach zehn Jahren sollten alte Reifen ersetzt werden. Zwar werden die Fahrzeuge nur über kurze Strecken bewegt und kommen so nur auf geringe Laufleistungen. Doch auch wenn die Reifen äußerlich noch in Ordnung erscheinen, kann das Innenleben während der langen Standzeiten an Festigkeit verlieren – gerade auch, weil bei Feuerwehrautos alle Gewichtsreserven für die Ausrüstung voll ausgenutzt werden. Die Reifen am beladen 16 Tonnen schweren Seelzer Löschfahrzeug stammen aus der vierten Kalenderwoche 2001, haben ihre Lebensdauer somit schon deutlich überschritten – doch neue Exemplare sind nicht in Sicht. „Seit Januar sind wir dran am Thema“, sagt Ortsbrandmeister Alfred Blume. Direkt nach der Genehmigung des städtischen Haushalts im April wurden die Pneus bestellt – doch seitdem tut sich nichts. „Wir nerven den Händler regelmäßig mit unseren Nachfragen, doch am Markt ist nichts lieferbar“, sagt Gerätewart Christian Hinrichsen. Dabei hat die Feuerwehr ihre Wünsche schon reduziert, würde sich statt mit einem grobstolligen Profil auch mit feineren Stollen zufriedengeben – bislang vergeblich. Christiane Pfeiffer, Sprecherin der Continental-Sparte für Nutzfahrzeugreifen, bestätigt Lieferprobleme bei einigen Reifengrößen. Schuld sei die rasante Erholung der Weltwirtschaft nach der Finanzkrise. Speditionen orderten verstärkt Reifen, und auch durch die gestiegene Nachfrage der Hersteller komme es zu Engpässen. „Noch können wir Einsatzfahrten mit den alten Reifen verantworten, doch spätestens zum Herbst muss das Thema erledigt sein“, sagt Blume. Dann müsse man wohl mit der Unfallkasse sprechen, um nicht den Verlust des Versicherungsschutzes zu riskieren. Eine Notlösung könnten Standard-M+S-Lastwagenreifen sein. „Wir brauchen aber eine gewisse Geländegängigkeit“, gibt der Ortsbrandmeister zu bedenken. Und mit Standardreifen könnte es schwierig sein, das Fahrzeug beispielsweise auf unbefestigten Feldwegen sicher zu bewegen.
Trend im Fahrzeugbau
Neue Technik verringert die mögliche Zuladung
Nicht Engpässe bei der Versorgung mit Reifen, sondern ein Trend im Fahrzeugbau bereitet dem Seelzer Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek Sorgen. Neuerungen bei der Umwelttechnik wie beispielsweise Rußpartikelfilter sorgten dafür, dass die Lastwagenfahrgestelle immer schwerer würden. Diese Technik sei zwar für gewerblich auf Langstrecken genutzte Fahrzeuge sinnvoll. „Bei der Nutzung auf Kurzstrecken wie bei Feuerwehrfahrzeugen kommt die Umwelttechnik aber kaum zur Geltung“, sagt Rosummek. Die immer schwereren Fahrgestelle gingen zulasten der Zuladung, sodass für den feuerwehrspezifischen Aufbau und die Ausrüstung immer weniger Spielraum bleibe. Als wichtige Grenze für die Ortsfeuerwehren gilt dabei wegen der Führerscheinklassen ein zulässiges Gesamtgewicht von 7,49 Tonnen.wal
Leine-Zeitung, 21.07.2011

Kartellverfahren hemmt Fahrzeugkauf
Die Ortsfeuerwehr Lohnde erhält möglicherweise erst im nächsten Jahr einen neuen Einsatzwagen
Von Frank Walter Lohnde/Seelze. Die Stadt wird bei der routinemäßigen Erneuerung des Feuerwehrfuhrparks möglicherweise umdisponieren. Hintergrund ist das juristische Vorgehen gegen Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen, gegen die das Bundeskartellamt im Februar wegen verbotener Preis- und Quotenabsprachen Bußgelder in Millionenhöhe verhängt hatte. Rund 100?000 Euro stellt die Stadt pro Jahr in den Haushalt ein, um ein neues Einsatzfahrzeug für die ehrenamtlichen Brandbekämpfer zu kaufen. Planmäßig sollte in diesem Jahr eigentlich die Ortsfeuerwehr Lohnde Ersatz für ihr 24?Jahre altes Löschfahrzeug erhalten, das zunehmend reparaturanfällig wird. Doch nach Bekanntwerden der Preisabsprachen haben die kommunalen Spitzenverbände den Städten und Gemeinden empfohlen, bis zur endgültigen juristischen Klärung der Vorgänge keine neuen Fahrzeuge zu bestellen. „Wir warten ab und schreiben derzeit nicht aus“, gab Stadtsprecherin Silke Rese-Sussick dazu Auskunft. Möglicherweise habe die Stadt in den vergangenen Jahren für vier Fahrzeuge zu viel bezahlt. Die Stadt habe vorsorglich über die kommunalen Spitzenverbände Ansprüche angemeldet. Um bei den Ersatzbeschaffungen für die Feuerwehrautos dennoch nicht in Verzug zu geraten, wird möglicherweise der Kauf eines neuen Einsatzleitwagens für die Ortsfeuerwehr Seelze vorgezogen. Dieser war eigentlich erst für 2012 geplant. Der Vorteil: Dieses seriennahe Fahrzeug kann von Herstellern bezogen werden, die nicht zum Kartell gehören. „Das ist eine denkbare Variante“, sagt Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek. Lohndes Ortsbrandmeister Bernhard Behning sieht das entspannt: „Wir brechen uns keinen Zacken aus der Krone, wenn es mit dem neuen Auto etwas länger dauert.“ Geplant ist die Anschaffung eines Staffellöschfahrzeugs mit großer Pumpenleistung und einem 600 Liter fassenden Wassertank, um Brandherde schnell löschen zu können. Der Förderverein der Feuerwehr hatte jahrelang Geld gesammelt, um eine etwas bessere Ausstattung zu finanzieren, als sie aus dem 100?000-Euro-Etat der Stadt gedeckt werden kann. „Wir sind Tag und Nacht bereit, unsere Freizeit zu opfern, und wollen vernünftig ausgestattet sein“, begründet Behning die Zuzahlung, welche die Feuerwehr einstimmig beschlossen hatte.
Leine-Zeitung, 16.07.2011

Stadtverwaltung übt die Räumung des Rathauses
Probe für den Brandfall – 120 Menschen müssen Gebäude verlassen
Seelze. Das Alarmsignal war nicht zu überhören: Im Seelzer Rathaus ertönten gestern um 9.51 Uhr die Hupen. Kurz darauf verließen rund 100 Mitarbeiter und 20 Gäste fluchtartig das Gebäude. Sie wurden jedoch schnell beruhigt, denn es handelte sich um einen Übungsalarm. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Ortsbrandmeister Alfred Blume nach dem Abschluss der Evakuierung. Blume war mit einem Einsatzleitfahrzeug vor Ort, um das Treiben vor dem Rathaus zu beobachten. Die Verwaltungsmitarbeiter brauchten nur fünf Minuten, um das Gebäude zu räumen. „Beim letzten Mal war es noch eine Viertelstunde“, sagte Blume. Er halte fünf Minuten im Ernstfall für realistisch. Die Räumung des Rathauses wird einmal jährlich geübt. Der Ortsbrandmeister hatte dem Hausmeister Thomas Schlabitz das Zeichen gegeben, den Alarm auszulösen. Von der Evakuierung wussten die Mitarbeiter vorher nichts – nur Blume, Schlabitz und Bürgermeister Detlef Schallhorn waren eingeweiht. Eigentlich würde automatisch auch die Leitstelle informiert, erläuterte Blume. Bei der gestrigen Übung habe er darauf aber verzichtet.rpf
Leine-Zeitung, 14.07.2011

5000 Dollar für die Feuerwehr
Das Chemieunternehmen Honeywell hat gestern der Ortsfeuerwehr Seelze 5000 Dollar (rund 3500 Euro) überreicht. Die Firma mit amerikanischen Wurzeln unterstützt die Brandbekämpfer seit Jahren – und könnte im Ernstfall auch selbst profitieren: Ortsbrandmeister Alfred Blume will das Geld zur Erweiterung der Ausstattung für Gefahrguteinsätze verwenden, wie sie auch bei einem denkbaren Chemieunfall bei Honeywell zum Einsatz käme. wal
Leine-Zeitung, 07.07.2011




Dritte Time 2 Skate: Mehr als 400 Skater flitzen durch das Stadtgebiet
Drei, zwei, eins?... – wo bleibt das Startsignal? Mit kurzer Verzögerung löste sich der Schuss aus der Pistole von Bürgermeister Detlef Schallhorn. 410 Skater eroberten daraufhin am Freitagabend den Rundkurs vom Leine-Stadion Richtung Seelze. Bei der dritten Auflage von Time 2 Skate klappte alles reibungslos. Zwar nieselte es zu Beginn etwas, aber schon als der Tross auf die Stöckener Straße einbog, verzog sich der Regen. Radfahrer, ein Jogger und Kinder auf Rollern schlossen sich spontan den Skatern an. „Ich bin jedes Jahr dabei, die Skate-Night in Hannover ist mir zu voll“, sagte der Seelzer Kurt Schlimgen. Die Geschwindigkeit bestimmte jeder selbst: Einige rollten klönend in gemächlichem Tempo, andere lieferten sich regelrechte Rennen. An der Spitze machten die Fahrer Tempo: Bis zu 30 Kilometer pro Stunde konnten die Veranstalter vom Team Jugend der SG Letter messen. „Das ist vielleicht doch zu schnell, gerade für Kinder“, sagte Mitorganisator Dirk Platta, der auf 150 Helfer zählen konnte. Eine notgedrungene Streckenänderung an der Hannoverschen Straße entpuppte sich als Glücksfall: Wegen Kanalarbeiten mussten die Skater auf Nebenstraßen ausweichen. „Die Strecke sagte mir sogar mehr zu, vielleicht fahren wir sie nächstes Jahr wieder“, sagte Platta.kr
Leine-Zeitung, 04.07.2011

Juni 2011

Gefahrgutzug Seelze übt in Döteberg
Die Ortsfeuerwehr Seelze hat am Montagabend in Döteberg für den Ernstfall geübt. Angenommen wurde, dass ein Gabelstapler mit einem Tankanhänger kollidiert war und Düngemittel aus diesem unkontrolliert austrat. Der Fahrer des Gabelstaplers wurde dabei verletzt und musste gerettet werden. Der Brandschutz wurde durch die Ortsfeuerwehr Döteberg sichergestellt. Die angeforderten Kräfte aus Seelze gingen unter schwerem Atemschutz und in speziellen Schutzanzügen vor, um den Fahrer zu bergen und die Leckage zu schließen. Des Weiteren wurden angrenzende Gullis verschlossen und Wasserproben genommen.
Webmaster

Die Löschpiraten der Kinderfeuerwehr Gümmer besuchten die Schwerpunktfeuerwehr Seelze


Mehr Migranten in die Feuerwehr
Feuerwehren Harenberg und Letter präsentieren ihre Arbeit
Einsatzkräfte simulieren Rettung nach Lastwagenunfall
Harenberg/Letter. Mitten drin im Einsatz: Die Ortsfeuerwehr Harenberg hat den rund 200 Besuchern ihres Tages der offenen Tür am Sonnabend ein spannendes Programm geboten. Die Jugendfeuerwehr zeigte einen Löschangriff, der Höhepunkt des Tages war allerdings ein Übungseinsatz. Zusammen mit der Ortsfeuerwehr Seelze demonstrierten die Harenberger die Rettung eines Lastwagenfahrers. Der Fahrer, gespielt von Feuerwehrmann Marc Menell, war nach der Kollision mit einem Brückenpfeiler in der Fahrerkabine eingeschlossen und wurde von den beiden Feuerwehren befreit. „Wir wollten damit zeigen, wie schwierig es ist, einen Verletzten aus dem Führerhaus zu retten“, erläuterte Ortsbrandmeister Dieter Saborowski. Er wolle Verständnis bei den Besuchern schaffen, falls es nach einem Unfall zu längeren Staus kommen sollte. Erstmals präsentierte sich gestern auch die Jugendfeuerwehr Letter der Öffentlichkeit und warb um neue Mitglieder. Der Zuspruch der Besucher in der Feuerwache bei Löschübung und Fahrzeugschau war gut. rpf/nic
Leine-Zeitung, 20.06.2011

Mai 2011

Dräger Feuerwehr-Website-Wettbewerb 2011
Website der Ortsfeuerwehr Seelze wurde mit 4 Helmen ausgezeichnet



Stein erinnert an Jubiläum der Stadt
Das Beispiel soll Schule machen: Die Ortsfeuerwehr Seelze hat gestern nicht nur den Stein zur Erinnerung an den 975. Stadtgeburtstag enthüllt, sondern auch angekündigt, den Standort bepflanzen und pflegen zu wollen. „Das wird ein Platz sein, den wir uns als Feuerwehr auf die Fahnen schreiben und pflegen“, kündigte Ortsbrandmeister Alfred Blume an. In dem Beet rund um die neu gepflanzte Linde vor dem Alten Krug will die Feuerwehr demnächst Rosen pflanzen. „Das rechne ich Euch hoch an“, sagte Ortsbürgermeister Walter Mill. „Ich hoffe, dass das ein Vorbild ist für andere Organisationen.“ Das Geld für die Pflanzen will der Ortsrat beisteuern. Der Stein selbst erinnert nicht nur an den Stadtgeburtstag vor fünf Jahren, sondern auch an das gleichzeitig gefeierte 110-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr. Die Frauen der Feuerwehrleute hatten den Stein damals gespendet. Dass es fünf Jahre lang gedauert hat, bis er aufgestellt werden konnte, lag unter anderem an der schwierigen Standortsuche. „Wir haben immer gesagt, er muss in die Mitte des Ortes“, stellte Blume klar. Die Stadtverwaltung habe aber zunächst andere Plätze vorgeschlagen.rah
Leine-Zeitung, 16.05.2011

April 2011

Mehr Migranten in die Feuerwehr
Özkan unterstützt Projekt
Die Jugendfeuerwehren in Stadt und Region wollen gezielt junge Menschen mit Migrationshintergrund fürs Mitmachen gewinnen. Dabei erhalten sie prominente Unterstützung: Gemeinsam mit Sozialministerin Aygül Özkan stellte Landesjugendfeuerwehrwart Frank Lohmann am Montag das Projekt „Vielfalt im Team macht uns stark“ in den Räumen der VGH Versicherung in Hannover vor. „Menschen mit Migrationshintergrund müssen noch viel mehr die Gelegenheit bekommen, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu üben und ihre sozialen Kompetenzen zu stärken“, sagte Özkan. Die freiwilligen Feuerwehren seien dafür der richtige Ort. „Junge Menschen sind begeistert von dem Gruppengefühl, das sie dort erfahren, und von der Verantwortung, die sie dort übernehmen dürfen“, sagte die Ministerin – und bekam reichlich Zustimmung: Dutzende Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehren nickten bestätigend in die Runde. Die Niedersächsische Jugendfeuerwehr und das Sozialministerium hatten zahlreiche Vertreter verschiedener Migrantenverbände zu der Veranstaltung geladen. „Es gibt einen ganz einfachen Grund, warum bisher so wenige Migranten Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren sind“, sagte Özkan. Vielen sei die Bedeutung dieser deutschen Institution nicht bewusst. „In anderen Ländern gibt es die Feuerwehr in dieser Form nicht“, sagte die Ministerin. „Die gemeinsame Arbeit in den Jugendfeuerwehren ist eine Chance für mehr Menschlichkeit, für gegenseitige Unterstützung in der Not“, sagte der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Hans Graulich. Die Feuerwehr habe die Aufgabe, Menschen zu retten. „Und zwar jeden. Da sind uns alle Unterstützer willkommen“, sagte Graulich. Von Vivien-Marie Drews
HAZ, 19.04.2011

Schluss soll erst mit 67 sein
Das Heraufsetzen der Altersgrenze für Feuerwehrleute könnte auch in Seelze helfen
Angesichts der älter werdenden Gesellschaft und veränderter Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt diskutieren Feuerwehrleute bundesweit über das Heraufsetzen der Altersgrenze. Auch in Seelze könnte das die aktiven Brandbekämpfer entlasten. Von Frank Walter Seelze. Das Niedersächsische Brandschutzgesetz regelt, dass freiwillige Feuerwehrleute mit Ende 62 aus dem Dienst ausscheiden müssen. Doch wie passt das zum Renteneintrittsalter von bald 67 Jahren? „Eine Angleichung wäre nur konsequent“, sagt Seelzes Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek – und seiner Meinung nach auch sinnvoll. Jede Menge Aufgaben seien denkbar für diese Personengruppe, ist er überzeugt. Ein Kamerad beispielsweise sei total traurig, dass er gerade mit 62 Jahren aus dem aktiven Dienst habe ausscheiden müssen. „Dabei war er bis zuletzt Atemschutzgeräteträger“ – eine der härtesten Aufgaben im Feuerwehrwesen. Zuletzt hatte sich der Kreisfeuerwehrverband Lüchow-Dannenberg in einem Appell an das Innenministerium für eine Anhebung der Altersgrenze starkgemacht. Im dünn besiedelten Landkreis werden die Auswirkungen des demografischen Wandels in Zusammenhang mit den veränderten Anforderungen des Arbeitsmarktes – Arbeitgeber erwarten immer mehr Flexibilität und tolerieren Abwesenheitszeiten beispielsweise aufgrund des Feuerwehrdienstes immer weniger – schon jetzt sichtbar. Ganz so weit ist es in Seelze noch nicht. Im Moment sei die Stadtfeuerwehr noch relativ gut aufgestellt, sagt Rosummek. „Aber das wird auch hier ein Thema werden“, ist er überzeugt. Entscheidend für die Einsatzplanungen ist die sogenannte Tagesverfügbarkeit: Wie viele Retter können tatsächlich zum Einsatz fahren? Bedingt durch auswärtige Arbeitsplätze und die hohe Mobilität auch im Freizeitverhalten muss der Stadtbrandmeister ständig an der Alarm- und Ausrückeordnung nachbessern. „Mittlerweile wird schon bei fast jeder Gelegenheit auf Zug-Ebene alarmiert.“ Soll heißen: Bei einem Brand oder Verkehrsunfall wird nicht wie früher nur eine Ortsfeuerwehr in Marsch gesetzt, sondern gleich mehrere – damit man sichergehen kann, dass am Einsatzort dann auch tatsächlich genügend Helfer anpacken können. Das Innenministerium arbeitet gerade an einer Novellierung des Brandschutzgesetzes. Doch ob sich damit auch die Altersgrenze für Feuerwehrleute ändern wird, ist noch völlig offen.
Leine-Zeitung 05.04.2011

Jagau würdigt die Arbeit der Feuerwehren
Appell an Politik und Arbeitgeber – Kindergruppen wachsen enorm
Von Susanne Hanke Sehnde. „Die Feuerwehren kennen keine 40-Stunden-Woche und kein Wochenende“: Mit diesen Worten hat Regionspräsident Hauke Jagau am Sonnabend bei der Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbandes der Region in der Mensa der KGS Sehnde den Einsatz von rund 11800 Brandbekämpfern gewürdigt. Die Feuerwehrleute benötigten weiterhin die Unterstützung der Politik, sagte er – und das beziehe sich nicht nur auf die Qualität der Ausrüstung, sondern auch auf die Rückendeckung gegenüber Arbeitgebern, welche die Feuerwehrleute für Einsätze und Lehrgänge freistellen. Der Feuerwehrverband der Region vertritt 10800 Aktive aus 226 Ortsfeuerwehren, 550 Angehörige der Berufsfeuerwehr Hannover und 360 Mitglieder von Werksfeuerwehren. Regionsbrandmeister Bernd Keitel berichtete in Sehnde unter anderem von den Bemühungen um die Einführung des Feuerwehrführerscheins für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen. Diese stünden kurz vor dem Erfolg und würden in Niedersachsen nach dem Beschluss im Bundestag zügig umgesetzt, kündigte Keitel an. Regionsjugendwart Michael Homann berichtete von Erfolgen beim Aufbau von Kinderfeuerwehren. Dort sei die Mitgliederzahl binnen Jahresfrist von 250 aus 870 gestiegen. Bei den Vorstandswahlen wurde Detlef Hilgert aus Sehnde als Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren zum Nachfolger von Klaus-Eckehard Löffler aus Hannover zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Leine-Zeitung 04.04.2011

März 2011

Führerschein für Feuerwehr
Berlin: Der Weg für einen Feuerwehrführerschein für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen ist frei. Der Verkehrsausschuss des Bundestags gab am Mittwoch grünes Licht für den Gesetzentwurf von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Damit gilt die Zustimmung des Bundestags als sicher. Die Regelung gilt für Feuerwehr, Rettungs- und Hilfsdienste. Mitglieder können damit dort künftig einen Führerschein mit erweiterten Sonderrechten erwerben – bisher galt der Feuerwehrführerschein nur für ein Gewicht von 4,75 Tonnen.dpa
HAZ 24.03.2011

Japaner bitten um Hilfsgüter
Kommunen und Feuerwehren stellen Listen zusammen – Heuer: Purer Aktionismus
von Frank Walter, Sven Warnecke und Nadine Hunkert Seelze/Garbsen. Ein Hilferuf aus dem von Erdbeben, Tsunami und Atomreaktorkatastrophe betroffenen Japan hat die Region erreicht. Nach Auskunft von Regionssprecherin Christina Kreutz wurde das internationale Hilfsersuchen, das die Europäische Union aus Fernost erhielt, an die Kommunen und örtlichen Hilfsdienste weitergegeben. Die Region sammele anschließend die Art und Anzahl der von den Kommunen gemeldeten Hilfsgüter und melde sie dem Innenministerium weiter. „Dann wird man sehen, was angefordert wird“, sagte Kreutz. Während beispielsweise in Langenhagen eine Liste mit möglichen Hilfsgütern im Wert von etwa 50000 Euro – darunter Notstromaggregate und Zelte – zusammengestellt wurde, bezeichnete der Garbsener Bürgermeister Alexander Heuer den Aufruf gestern als puren Aktionismus: „Es ist wenig sinnvoll, Material, das wir aus Indien und China importiert haben, gebraucht nach Japan zurückzuschicken.“ Nützlicher seien da Geldspenden. Die geforderte Feuerwehrausrüstung brauche man selbst, da sonst bei Notfällen vor Ort Engpässe entstehen würden. Auch Seelzes Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek hält Geldspenden für ein geeigneteres Mittel, um zu helfen. Ihm stelle sich vor allem die Frage, ob der Transport angesichts der großen Entfernung sinnvoll sei. Dennoch hat er auf die Anfrage unverzüglich reagiert. Die Seelzer Feuerwehr könne allerdings nicht viel zur Verfügung stellen. Lediglich eine gebrauchte Tragkraftspritze und fünf noch originalverpackte Chemietoiletten – Restbestände aus Zeiten des Kalten Krieges – wären entbehrlich. „Wir knapsen auch bei jedem Schräubchen“, sagte Rosummek.
Leine-Zeitung 19.03.2011

Bernd Keitel bleibt Regionsbrandmeister
154 Brandmeister geben ihm in Wunstorf ihre Stimme – Seit 1993 ist er im Amt, in zwei Jahren ist aber Schluss
Von Christiane Lange-Schönhoff WUNSTORF. „Der Alte ist der Neue“, verkündete Wahlleiter Hans-Jürgen Grigat nach der Wiederwahl Bernd Keitels zum Regionsbrandmeister. Die wahlberechtigten Stadt-, Gemeinde- und Ortsbrandmeister der Region Hannover haben sich am Sonnabend im Forum der Wunstorfer Otto-Hahn-Realschule getroffen, um in geheimer Wahl den Regionsbrandmeister und seinen Stellvertreter zu benennen. Die Wahl sei erforderlich, sagte Pressewart Armin Jeschonnek, weil die sechsjährigen Amtszeiten von Bernd Keitel (Wennigsen-Bredenbeck) und von seinem Stellvertreter Hans-Jürgen Grigat (Neustadt) zum 31. Oktober beziehungsweise 31. Juli auslaufen. Keitel, der seit 1993 zunächst Kreis- und später Regionsbrandmeister war, wurde mit 154 Stimmen bei 39 Gegenstimmen und 13 Enthaltungen deutlich zum vierten Mal für eine sechsjährige Amtszeit gewählt. In zwei Jahren ist für Keitel aber Schluss. Dann hat der 59-Jährige aufgrund des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes die Altersgrenze erreicht. Sein Stellvertreter Hans-Jürgen Grigat, Brandschutzabschnittsleiter I, stellte sein Amt als Stellvertreter zur Verfügung. Seine Aufgaben übernimmt Detlef Hilgert (50) aus Sehnde-Müllingen. 187 Brandmeister stimmten für den Brandschutzabschnittsleiter IV, 14 gegen ihn, fünf enthielten sich. Nach der Wahl durch die Orts-, Stadt- und Gemeindebrandmeister muss nun die Regionsversammlung der Berufung in das Ehrenbeamtenverhältnis bei der Region Hannover zustimmen. Dies gelte jedoch im Allgemeinen als sicher, sagte Jeschonnek. Nach der Wahl bleibt Keitel auch weiterhin Regierungsbrandmeister der Polizeidirektion Hannover. „Die Zusammenarbeit mit Bernd Keitel und seinen Kameraden ist hervorragend“, sagte Brandoberrat und Brandschutzdezernent Hanko Thies. „Wir freuen uns über die sehr gute Wahlbeteiligung“, sagte Jeschonnek zum Abschluss der zweistündigen Veranstaltung. Von den wahlberechtigten 209 Ortsbrandmeistern sowie 20 Stadt- und Gemeindebrandmeistern waren 206 zur Stimmabgabe nach Wunstorf gekommen.
Leine-Zeitung 14.03.2011

23 erhalten Lizenz zum Löschen
Nachwuchs für die Feuerwehr erfolgreich – Truppmannausbildung geht in Velber zu Ende
Von Sarah Krüger Velber. Nach fünf Wochen eisernen Trainings halten 23 Prüflinge sie endlich in den Händen – die ersehnte Lizenz zum Löschen. 58 Unterrichtsstunden in Theorie und Praxis liegen hinter den überwiegend jugendlichen Feuerwehranwärtern. Nach der bestandenen Prüfung am Sonnabend wurden sie im neuen Feuerwehrhaus in Velber in den Kreis der aktiven Feuerwehrleute aufgenommen. Stolz nahmen die Absolventen ihre Urkunden von Ausbildungsleiter Frank Wollny und Regionsausbildungsleiter Detlef Köllenberger entgegen. Vorbei ist damit die Zeit, in der sie beim Einsatz die Löscharbeiten nur aus der Ferne beobachten durften: „Jetzt darf ich endlich vorne mit am Schlauch stehen“, freute sich die 16-jährige Andrea. Ohne die bestandene Prüfung war die Gefahrenzone absolute Tabuzone. Bisher durften sich die Jugendlichen nicht weiter als 20 Meter vom Löschwagen in Richtung Feuer bewegen. Die Vorbereitung auf die Prüfung bereitete den Anwärtern kaum Probleme: „Wir haben bereits in der Jugendfeuerwehr viel gelernt“, sagte Luisa. Doch die Prüfer achteten auch auf Kleinigkeiten: Ist der ausgerollte Schlauch auch nicht verdreht? Und halten die Prüflinge die Leiter korrekt? „Schon mit kleinen Fehler können sie sich im Einsatz selbst verletzten“, erläuterte Feuerwehrsprecher Jens Köhler. Doch mit dem Lernen ist noch nicht Schluss: Nach zwei Jahren Mitarbeit in den Ortsfeuerwehren folgt der zweite Teil der Truppmannausbildung. Für Lars ist dies jedoch nur ein Schritt zu seinem eigentlichen Ziel: „Ich will Berufsfeuerwehrmann werden. Die Arbeit ist hart, aber sie macht mir Spaß“, blickte der 16-Jährige in die Zukunft.
Leine-Zeitung 07.03.2011

Lehrgangsplätze sind zu knapp
Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek kritisiert Vergabe - 100 Feuerwehrleute auf Warteliste
Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek bemängelt, dass seine Feuerwehrleute zu wenig Plätze in Lehrgängen bekommen. Regionsbrandmeister Bernd Keitel weist die Vorwürfe zurück.

Von Carolin Burchardt und Christian Franke SEELZE. Für Stadtbrandmeister Rosummek muss sich schnell etwas ändern: Wenn er über die Fortbildungssituation bei der Seelzer Feuerwehr spricht, dann wird sofort klar, wie unbefriedigend die Lage ist. Ob Atemschutzlehrgänge oder Sprechfunkerausbildungen: „Es gibt einfach nicht genug Plätze“, sagt er. Mehr als 100 Interessenten für eine fachspezifische Ausbildung stünden derzeit auf der Warteliste „und demgegenüber stehen acht ABC- und sechs Sprechfunkerlehrgänge. Das reicht hinten und vorn nicht“, bemängelt Rosummek. Er habe schon eine Anfrage bei der Region gestellt, aber derzeit seien die Reaktionen noch recht verhalten. „Wenn das so weiter geht“, fürchtet der Feuerwehrchef, „geht das irgendwann auch auf Kosten der Sicherheit“. Und vor allem deshalb, sagt er, müsse die Region die Nachfrage befriedigen. Regionsbrandmeister Bernd Keitel weist die Vorwürfe aus Seelze zurück. Die anderen Städte in der Region seien zufrieden mit den Kontingenten und würden gar Plätze zurückgeben. Diese freien Plätze würden auch mit Seelzer Feuerwehrleuten besetzt. Außerdem seien die drei Feuerwehrtechnischen Zentralen, in denen die Lehrgänge abgehalten werden, ausgelastet. Zeitlich seien mehr Lehrgänge nicht möglich. „Ich verstehe den Wunsch, aber wir können es nicht leisten“, sagt Keitel. Er stehe wegen des Themas auch in ständigem Kontakt mit Rosummek. Damit die Bedürfnisse zumindest einigermaßen abgedeckt werden können, werden bei der Feuerwehr in Seelze ganz neue Pfade beschritten: „Einige unserer Feuerwehrleute haben nun schon Lehrgänge bei der Berufsfeuerwehr in Hannover besuchen müssen“, sagt Rosummek ein wenig zögerlich und das hat seinen Grund: Denn dieser Schritt soll eine „absolute Ausnahme“ bleiben. „Feuerwehrleute aus der Region mit auszubilden“, sagt Rosummek, „das kann die Berufsfeuerwehr auf Dauer nicht stemmen“.
Feuerwehr will mehr Flexibilität bei Freistellung
Zu der angespannten Fortbildungssituation gesellt sich für Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek ein weiteres Problem: Immer mehr Arbeitgeber scheinen sich zu sperren, wenn es darum geht, ihre Angestellten für den Feuerwehrdienst freizustellen. Und das trotz Paragraf elf des Brandschutzgesetzes – oder vielleicht gerade deshalb. Dort heißt es: „Für die Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen während der Arbeitszeit besteht der Freistellungsanspruch nur, soweit nicht besondere Interessen des Arbeitgebers entgegenstehen.“ Für den Stadtbrandmeister ist damit klar: „Diese einschränkende Formulierung lässt natürlich viel Spielraum für die Arbeitgeber.“ Er fordert „mehr Flexibilität“ von den Betrieben, die sich auszahlen kann: „Wer besonders gut mit uns zusammenarbeitet, der bekommt auch eine Auszeichnung dafür“, sagt Rosummek – eine Plakette mit der Aufschrift: „Partner der Feuerwehr“.caro
Leine-Zeitung 03.03.2011

Februar 2011

Feuerwehren ehren Mitglieder
Statistik in Seelze zeigt: Frauen werden in der Brandbekämpfung immer wichtiger
Von Uwe Kreuzer Seelze/lathwehren. Frauen werden immer wichtiger für die Feuerwehr: Als Ortsbrandmeister Alfred Blume am Freitagabend bei der Hauptversammlung der Seelzer Ortsfeuerwehr Bilanz über das vergangene Jahr gezogen hat, stach eine Statistik ins Auge. Es waren nicht die mehr als 200 Einsätze der Ortsfeuerwehr, es waren auch nicht die mehr als 4000 Stunden im Einsatz, auch nicht die vielen gefahrenen Kilometer. Eine Grafik von Blumes Präsentation zeigte den Anteil der Frauen im aktiven Dienst. Gerade mal acht weibliche Mitglieder hat die Seelzer Ortsfeuerwehr – bei einer Personalstärke von 85. Aber: Sechs dieser acht Frauen sind jünger als 29 Jahre. Auch bei der Jugendfeuerwehr stellen Mädchen einen stattlichen Anteil: Immerhin fünf junge Frauen absolvieren gemeinsam mit 32 Jungen die Ausbildung in der Nachwuchsabteilung. Die Feuerwehrleute freuten sich beim Jahresrückblick noch einmal über den neuen Rüstwagen. Viel Beifall gab es, als verdiente Mitglieder geehrt und befördert wurden. So sind Friedhelm Wolf und Richard Ahlswe seit 40 Jahren Fördermitglieder. André Rosinski und Sascha Tessmann sind seit 25 Jahren im aktiven Dienst. Dieter Wollny bekam die Ehrennadel des Feuerwehrverbands für viele Verdienste.
Leine-Zeitung 28.02.2011 (gekürzt)

Erstmals „nass“ üben und gut gesichert den Lohnder Turm hinab
Lohnde. „Schuld ist der Turm“, sagt Feuerwehrsprecher Jens Köhler. Eigentlich üben die 26 angehenden Feuerwehrleute den praktischen Teil ihrer Ausbildung in Velber. Zum Abseilen mussten sie am Sonnabend aber umziehen: Nur der Turm der Feuerwache in Lohnde eignet sich für die Übung. Konzentriert legte Feuerwehr-Azubi Spyridon Tzouvaras unter dem aufmerksamen Blick von Ausbilder Ingo Roders den Sicherheitsgurt an. Zweite Leine, zweiter Gurt – die Absicherung kann im Ernstfall überlebenswichtig sein. Dann geht es aus sieben Metern Höhe hinab. Geschafft. Nicht nur das Abseilen steht am Sonnabendnachmittag auf dem Plan: Der Umgang mit der Brechstange und das sichere Aufstellen von Leitern wurden geprobt. Und der Nachwuchs übte in Lohnde erstmals „nass“. Köhler erklärt: „Wasserversorgung aufbauen, Schläuche verlegen, das Einsetzen des Strahlrohrs, da ist jeder Handgriff festgelegt.“ Die Abläufe würden immer wieder ohne Wasser geübt, „bis sie sitzen“. Tzouvaras und seine Kameraden waren auch sichtlich überrascht vom Rückstoß, als das Wasser aus dem Schlauch spritzte. „Ein wichtiger Lerneffekt“, sagt Stadtausbildungsleiter Frank Wollny. Bei der Prüfung am 5. März wollen dann alle Teilnehmer zeigen, was sie in den vergangenen Wochen gelernt haben.nic
Leine-Zeitung 21.02.2011

Heizungen sind nicht effizient
Mehrere Kindergärten und Feuerwache Seelze schneiden in Energiebericht schlecht ab
Von Ralf Heußinger Seelze. Erstmals seit Jahren hat die Stadt wieder die Energiebilanz ihrer Liegenschaften überprüfen lassen. Die Feuerwache Seelze, die Kindertagesstätte am Rosenweg und das Männerwohnheim in Letter entpuppen sich dabei als Energiefresser. „Leider hatten nur wenige Liegenschaften einen vergleichsweise niedrigen Heizenergieverbrauch“, heißt es im Fazit des von einem Energieberater aus Nienburg erstellten Berichts, der den Verbrauch von Heizenergie und Strom in den Jahren 2007 bis 2009 darstellt. Der Energiebericht für 2010 soll folgen, sobald die Gas- und Stromabrechnungen komplett vorliegen. Die Aufstellung soll als Orientierung für mögliche Sanierungen dienen und wird ab März in den politischen Gremien diskutiert. Besonders schlecht schneiden die Obdachlosenunterkünfte in Seelze ab. Allerdings hat die Stadt bereits angekündigt, die Gebäude an der Mühlenstraße und der Almhorster Straße abreißen zu wollen. Auch das Alte Rathaus in Letter, das ebenfalls zu viel Heizenergie verbraucht, soll demnächst saniert werden. Keine Pläne sind bisher für die Feuerwache in Seelze bekannt. Deren Heizung ist nur etwa halb so effizient wie die der Feuerwache in Letter. Der Verbrauch liegt weit über dem Richtwert des Bundesbauministeriums. Verbesserungsbedarf gibt es auch bei den Kindertagesstätten. Fast alle städtischen Einrichtungen verbrauchen zu viel Energie zum Heizen und für Warmwasser. In der Tagesstätte am Rosenweg in Letter muss für jeden Quadratmeter mehr als doppelt so viel Heizenergie aufgewendet werden wie der Richtwert vorgibt. Auch bei den Kindertagesstätten in Harenberg, Lohnde und Velber sowie am Dieselweg in Letter besteht Einsparpotenzial. Besonders gut ist die Bilanz dagegen in der Buddelburg in Dedensen und an der Fröbelstraße in Letter. Einsparpotenzial gibt es auch beim Schulzentrum in Seelze, der Grundschule in Dedensen und dem Gymnasium in Letter, zu dem auch das Hallenbad gerechnet wurde.
Leine-Zeitung 14.02.2011

Nachwuchs übt den Umgang mit Schere und Spreizer
Angehende Feuerwehrleute proben mit schwerem Gerät
Von Nicola Wehrbein Seelze. „Technische Hilfeleistungen überwiegen die Brandeinsätze“, sagt Ausbildungsleiter Frank Wollny. Sei es das Aufbrechen einer Tür, um einer hilflosen Person zu helfen, die Bergung eine Pferdes oder die Menschenrettung aus Unfallautos: Es geht eben um viel mehr als Löschen. Für die 20 Teilnehmer der Truppmann-Ausbildung II standen am Wochenende unter anderem das Heben und Bewegen von Lasten sowie die Rettung mithilfe hydraulischer Geräte auf dem Lehrplan. An zwei Schrottautos simulierten die angehenden Feuerwehrmänner auf dem Gelände der Ortsfeuerwehr Seelze die Personenrettung. „Früher galt schlicht ,Mensch raus?“, erläuterte Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek. „Heute bauen wir mit unseren technischen Hilfsmitteln eher das Auto um den Menschen weg.“ Die Nachwuchskräfte Simon Walesch und Vivien Dörsam griffen zum Rettungsspreizer, um eine verklemmte Tür zu öffnen und störende Teile wegzubiegen, damit im Ernstfall ein Arzt schnellstmöglich das Opfer versorgen könnte. Martin Schulz und Martin Garbor von der Honeywell-Werkfeuerwehr trennten derweil mit der Rettungsschere das Fahrzeugdach ab. Ein Federkörner diente Laura Volker zum kontrollierten Zerstören der Scheiben. Wenn bei der Prüfung Ende Februar auch alles so reibungslos klappt, sollte einem erfolgreichen Bestehen nichts im Wege stehen. Dann sind die fünf Frauen und 15 Männer endlich Feuerwehrleute – nach der Truppmann-Ausbildung Teil I, zwei Jahren Mitarbeit in den Ortsfeuerwehren und 80 Unterrichtsstunden Truppmann II.
Leine-Zeitung 07.02.2011

Feuerwehr bildet Nachwuchs aus
26 neue Einsatzkräfte absolvieren in den nächsten vier Wochen die Truppmannausbildung
Von Nicola Wehrbein Seelze. Der Chemiesaal des Georg-Büchner-Gymnasiums in Letter war am Dienstagabend fest in den Händen der Feuerwehr. Allerdings mussten die Männer und Frauen keinen Löscheinsatz bewältigen. Die Stadtfeuerwehr hat vielmehr wieder damit begonnen, ihre Nachwuchskräfte fit für den Ernstfall zu machen. Während der nächsten vier Wochen werden 26 angehende Feuerwehrmänner in Theorie und Praxis geschult – in insgesamt 58 Unterrichtsstunden. „Alle Grundkenntnisse über Gerätschaften und Einsatzmittel sowie das Vorgehen am Einsatzort werden vermittelt“, erläuterte Feuerwehrsprecher Jens Köhler. Konkret bedeutet das: Die Feuerwehr-Azubis lernen unter anderem den richtigen Umgang mit dem Feuerlöscher, einen Löschangriff mit Leiter, das Aufbauen einer Wasserversorgung, Schläuche koppeln und das Löschen. Bei der Prüfung am 5. März muss dann jeder Handgriff sitzen. Der für Seelze zuständige Brandabschnittsleiter Eberhard Schmidt wünschte den 22 Männern und vier Frauen „gutes Gelingen“ bei der sogenannten Truppmannausbildung. „Stellt euch vor, es passiert was und nichts passiert“, mit diesen Worten hob Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek die Bedeutung der Feuerwehr, speziell einer erfolgreichen Nachwuchsarbeit, hervor. Bis auf Harenberg, Lathwehren, Dedensen und Almhorst ist Nachwuchs aus allen Ortsfeuerwehren vertreten. „Zwei Männer kommen von der Werksfeuerwehr Honeywell“, berichtete Köhler. Außerdem seien drei ältere Quereinsteiger dabei. Ernst Wagemann aus Döteberg gehört dazu: „Ich bin zugezogen, habe großes Interesse an der Sache und schätze die Gemeinschaft.“ Die meisten der Ausbildungsteilnehmer haben den Weg über die Jugendfeuerwehr gefunden. Viele von ihnen konnten wie die Gümmeranerin Luisa Seegers und Robin Dinter aus Velber ihren 16. Geburtstag „kaum erwarten“ – das Mindestalter für die Truppmannausbildung. Nach der Begrüßung wurde es zügig ernst: Der Ausbildungsleiter Frank Wollny, der Sicherheitsbeauftragte Holger Nordsieck und Notfallseelsorger Gerald Petzold hielten Vorträge. Nach bestandener Prüfung ist im Übrigen noch längst nicht Schluss mit Lernen: Nach zwei Jahren Mitarbeit in den Ortsfeuerwehren folgt die Truppmannausbildung, zweiter Teil.
Leine-Zeitung 03.02.2011

Januar 2011

Rauchmelder werden Pflicht
Kabinett legt Entwurf für neues Baugesetzes vor / Bürokratie soll reduziert werden
Gegen heftige Widerstände aus der Wohnungswirtschaft macht die auch für das Bauen zuständige niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan den Einbau von Rauchmeldern in Wohnungen zur Pflicht. Die Landesregierung hat vor dem Jahreswechsel den Entwurf für das neue Baugesetz an die Landtagsfraktionen geschickt. Wenn die Mehrheit zustimmt, müssen alle neu gebauten Wohnungen mit den kleinen, lebensrettenden Sensoren ausgestattet werden. Für bestehende Gebäude gilt eine Frist bis Ende 2015. Studien zufolge sind die Rauchmelder bislang nur in etwa jeder dritten deutschen Wohnung installiert – und das, obwohl die Feuerwehren immer wieder auf die Notwendigkeit der Qualmwarner hinweisen. Durchschnittlich 600 Menschen pro Jahr sterben bundesweit bei Wohnungsbränden nicht an den Flammen, sondern am giftigen Rauch, der im Schlaf nicht bemerkt wird und damit jegliche Flucht unmöglich macht. Auch der hannoversche Feuerwehrchef Klaus Lange mit seinem Team empfiehlt Privatleuten regelmäßig, die Rauchmelder unter die Zimmerdecken zu schrauben. Der Aufwand sei gering, das Resultat groß, betont Feuerwehrsprecher Alfred Falkenberg. Auch beim hannoverschen Haus- und Gründeigentümerverein bezweifelt niemand Nutzen und Notwendigkeit der Warngeräte. Vereinschef Rainer Beckmann allerdings stört sich daran, dass die Pflicht zur Montage und Wartung den Immobilieneigentümern angelastet wird. „Es ist schade, dass wir in Deutschland nicht in der Lage sind, die Verantwortung dem Einzelnen zu überlassen“, kritisiert der Vorsitzende des 12?500 Mitglieder starken Vereins. Auf Eigentümer von Mehrfamilienhäusern komme eine Menge Arbeit zu, wenn sie die Geräte in den Mietwohnungen installieren und regelmäßig auf technische Funktionsfähigkeit und den Ladezustand der Batterie prüfen müssten.
Verschiedene Geräte im Handel: In Baumärkten sind Rauchmelder bereits für wenige Euro zu erhalten. In der Regel werden sie mit einer kleinen Batterie betrieben. Ein Testknopf ermöglicht es, den Ladezustand der Batterie und die Funktionsfähigkeit der Technik zu prüfen, die entstehenden Rauch meist mit einer optischen Lichtschranke registriert. Feuerwehren und Fachverbände warnen jedoch vor dem Einsatz von Billiglösungen. Inzwischen existieren qualitativ deutlich bessere Modelle, deren Batterien über eine Lebensdauer von zehn oder sogar zwölf Jahren verfügen. Bei der Ausrüstung von Mehrfamilienhäusern empfiehlt sich möglicherweise auch der Einsatz von Geräten, die – ähnlich wie Heizkostenverteiler – per Funkabfrage über ihre Einsatzbereitschaft Auskunft geben. Das erspart Vermietern und Mietern regelmäßige Termine in den Mietwohnungen zu Prüfzwecken, ist allerdings auch etwas teurer. med
HAZ 03.01.2011

Knallrotes Gummiboot hilft der Feuerwehr bei Einsätzen auf dem Eis
Es sieht aus wie ein knallrotes Gummiboot, bei dem die Bootsbauer allerdings vorn und hinten ein Stück vergessen haben. Doch die Seelzer Stadtfeuerwehr verspricht sich viel vom neuen Ausrüstungsgegenstand, der am Wochenende medienwirksam auf dem zugefrorenen Mittellandkanal getestet wurde. Das neue Eisrettungsgerät, das bei der auf Taucheinsätze spezialisierten Ortsfeuerwehr Lohnde stationiert ist, kann Eingebrochenen im Ernstfall schnelle Hilfe bringen – und stellt dabei vor allem sicher, dass die Retter beim Einsatz auf dem Eis nicht selbst in eine lebensbedrohliche Situation geraten. wal
Feuerwehr ist für Eisunfälle gerüstet
Von Nicola Wehrbein Lohnde. „Jetzt sind wir für den Ernstfall gewappnet“, sagt Seelzes Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek erleichtert. Um schnell hinzuzufügen: „Hoffentlich brauchen wir das Gerät niemals.“ Die Rede ist vom neu angeschafften Eisrettungsgerät der Feuerwehr. Bei einer Übung am Silvestertag trainierte und demonstrierte die Feuerwehr Lohnde die Eisrettung eines Menschen aus dem Mittellandkanal. „Bislang hätten wir uns im Ernstfall mit Leitern oder Pfusch behelfen müssen“, sagt Rosummek – „dramatisch für Opfer und Retter“. Die Kompetenz bei der Eisrettung, egal ob Mensch, Hund oder Pferd zu befreien seien, habe schlicht gefehlt. Bei den eisigen Wintern und der Lage Seelzes an Mittellandkanal, Zweigkanal und Leine sei das eine unhaltbare Situation gewesen. Laut Rosummek sei es gar nicht so leicht gewesen, ein für die Stadtfeuerwehr passendes Gerät zu finden. Das Problem: Die Eisdecke auf dem Kanal ist nicht gleichmäßig beschaffen. Manche Stellen sind dick gefroren, an anderen ist offenes Wasser zu sehen. „Bei einer Probe der Berufsfeuerwehr Hannover an den Ricklinger Kiesteichen konnten wir uns von den Vorzügen dieses Gerätes überzeugen“, sagt Rosummek. Nun gehört es zur Ausrüstung der Seelzer Feuerwehr: eine Art Schlauchboot, vorn und hinten offen. Lohndes Ortsbrandmeister Bernhard Behning pumpt das Eisrettungsgerät zusammen mit seinen Kameraden Dominik Ruhland und Rene Corterier auf und bereitet es für den Einsatz vor. Den Winter über werde das Gerät aufgeblasen bleiben und so zum Einsatzort transportiert, um im Ernstfall Zeit zu sparen, erläutert Stadtfeuerwehrsprecher Jens Köhler. Feuerwehrmann Niels Hansen winkt derweil aus seinem Eisloch im Mittellandkanal. An Seilen gesichert begeben sich Patrick Hendriock und Fabian Goebels im Rettungsgerät auf den Kanal. Erst laufend, dann liegend nähern sie sich vorsichtig der Einbruchstelle. Durch die vordere Öffnung zieht Hendriock seinen Kameraden an Bord. Die Rettung ist geglückt – und die Übung erfolgreich abgeschlossen.
Leine-Zeitung 03.01.2011
letzte Aktualisierung 30.12.2011 19:05

Suche | Kontakt | Impressum | Intern